+
Kanzlerin Merkel tritt in Berlin vor die Parteifreunde im Konrad-Adenauer-Haus.

Zwischenergebnis liegt vor

Union siegt mit deutlichem Abstand - FDP raus

Berlin - Deutschland hat gewählt. Die CDU ist dicht an der absoluten Mehrheit, die FDP fliegt wohl aus dem Bundestag. In unserem Live-Ticker zum Nachlesen finden Sie aktuelle Hochrechnungen und Reaktionen auf das Wahlergebnis.

LIVE-TICKER aktuell vom Dienstag, 24. September

Das vorläufige amtliche Endergebnis von Montag, 5 Uhr:

CDU/CSU 41,5%

SPD: 25,7%

FDP: 4,8%

Grüne: 8,4%

Linke: 8,6%

AfD: 4,7%

+++Vorläufiges amtliches Zwischenergebnis+++

Die Union hat die Bundestagswahl mit deutlichem Abstand gewonnen, die FDP und die Alternative für Deutschland (AfD) scheitern knapp an der Fünfprozenthürde. Das zeigte am frühen Montagmorgen das vom Bundeswahlleiter veröffentlichte Zwischenergebnis nach Auszählung aller 299 Wahlkreise. Demnach erhielt die Union 41,5 Prozent, die SPD kam auf 25,7 Prozent. Auf Platz drei landete die Linke mit 8,6 Prozent, die Grünen lagen mit 8,4 Prozent knapp dahinter. Die FDP muss mit nur 4,8 Prozent der Stimmen den Bundestag verlassen. Auch die Euro-kritische AfD schaffte es mit 4,7 Prozent nicht ins Parlament. Bei den Daten handelt es sich noch nicht um das vorläufige amtliche Endergebnis.

+++23.45 Uhr +++ Neueste ARD-Hochrechnung:

CDU 41.7 Prozent / 296 Sitze

SPD 25,6 / 182

FDP 4,8

Linke 8,5 / 60

Grüne 8,4 / 60

AfD 4,8

Piraten 2,2

+++23.16 Uhr +++ Der frühere Bundesvorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, hat bei der Bundestagswahl am Sonntag deutlich an Zustimmung eingebüßt. Ernst überzeugte im Wahlkreis Schweinfurt als Direktkandidat nur noch 5,4 Prozent der Wähler, das sind fünf Punkte weniger als bei der vergangenen Wahl im Jahr 2009.

Lesen Sie auch: Union siegt deutlich - unklare Mehrheiten

+++23.08 Uhr +++ CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hat seinen Wahlkreis Weilheim klar verteidigt. Bei der Bundestagswahl erzielte er am Sonntag 57,2 Prozent der Erststimmen und legte damit 5,2 Prozentpunkte gegenüber der Wahl vor vier Jahren zu. 2009 hatte er 52,0 Prozent der Erststimmen geholt. 

+++22.54 Uhr +++ SPD-Politikerin Michelle Müntefering hat in ihrem Wahlkreis Herne-Bochum II das Direktmandat für den Bundestag gewonnen. Sie erhielt nach Angaben der Stadt bei der Wahl am Sonntag 48,6 Prozent der Erststimmen. Ihr Ehemann, der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering, war bei der Bundestagswahl nicht mehr angetreten.

+++22.45 Uhr +++ Neben dem miserablen bundesweiten Abschneiden seiner Partei hat FDP-Chef Philipp Rösler am Sonntag auch eine persönliche Wahlschlappe erlitten. Der Bundeswirtschaftsminister brachte es in seinem Wahlkreis Hannover-Land I auf gerade einmal 2,6 Prozent der Erststimmen.

+++22.40 Uhr +++ Der CDU-Rebell Politiker Siegfried Kauder ist mit seiner Einzelkandidatur im baden-württembergischen Wahlkreis Schwarzwald-Baar chancenlos geblieben. Kauder erhielt nach offiziellen Angaben nur 3,0 Prozent der Erststimmen, der Wahlkreis ging klar an den offiziellen CDU-Bewerber Thorsten Frei mit 56,7 Prozent. 2009 hatte Kauder den Wahlkreis für die CDU mit 47,4 Prozent gewonnen.

+++22.12 Uhr +++ SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat kein Direktmandat für den Bundestag gewonnen. Im Wahlkreis Mettmann unterlag er wie vor vier Jahren der CDU-Kandidatin Michaela Noll. Steinbrück erhielt am Sonntag nach Angaben der Stadt Mettmann 33,3 Prozent der Erststimmen, für Noll stimmten 50,6 Prozent der Wähler. Als Nummer eins auf der nordrhein-westfälischen Landesliste der SPD hat Steinbrück ein Bundestagsmandat aber sicher.

22.09 Uhr +++ Die Grünen-Bundesvorsitzende Claudia Roth hat in ihrer Heimatstadt Augsburg im Vergleich zu 2009 fast vier Prozentpunkte bei den Erststimmen eingebüßt. Bei der Wahl am Sonntag kam sie auf 11,0 Prozent, sie lag aber etwas besser als das Zweitstimmenergebnis der Grünen (10,5 Prozent).

Jubel und Entsetzen: Die Bundestagswahl 2013

Jubel und Entsetzen: Die Bundestagswahl 2013

+++21.46 Uhr +++ Schwarz-Gelb am Ende, Debakel für die FDP, Rot-Rot-Grün möglich: Nach der Landtagswahl am Sonntag steht Hessen vor einer schwierigen Regierungsbildung.

+++21.45 Uhr +++ Ohne FDP und AfD sind im Bundestag so wenig Parteien vertreten wie seit 26 Jahren nicht mehr. Mit CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken werden dem Parlament nur noch Abgeordnete aus fünf Fraktionen angehören - zuletzt war das 1987 der Fall. Damals vertraten CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne das Volk.

+++21.38 Uhr +++ Neue ARD-Hochrechnung:

CDU 41,7 Prozent / 295 Sitze

SPD 25,6 / 182

FDP 4,7

Linke 8,6 / 61

Grüne 8,4 / 60

Afd 4,8 

Für die absolute Mehrheit wären nach dieser Rechnung über 300 Sitze nötig.  

+++21.22 Uhr +++ Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat ihren Rückzug aus dem Bundeskabinett angekündigt. „Ich habe mich entschieden, für das nächste Kabinett nicht wieder als Ministerin zur Verfügung zu stehen“, sagte Schröder am Sonntagabend in Wiesbaden. „Ich möchte zukünftig mehr Zeit für meine Familie haben, vor allem für meine Tochter Lotte.“

+++21.17 Uhr +++ Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele hat zum vierten Mal in Folge das Direktmandat im Berliner Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg geholt. Der 74-Jährige büßte nach den Zahlen der Landeswahlleiterin am Sonntag aber Stimmen ein. Der Grüne erhielt 36,7 Prozent der Erststimmen - 10 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Ströbele behält in seinem Wahlkreis aber großen Abstand zu den Kandidaten von Linkspartei, SPD und CDU.

+++21.01 Uhr +++ Neue ARD-Hochrechnung:

CDU 41,8 Prozent/ 297 Sitze

SPD 25,5 / 181

FDP 4,7

Linke 8,5 / 60

Grüne 8,4 / 60

Piraten 2,2

AfD 4,8 

Damit entfernt sich die Union wieder etwas weiter von der absoluten Mehrheit.

+++20.58 Uhr +++ SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück lehnt es ab, im Falle einer knappen absoluten Sitzmehrheit der Union im Bundestag eine große Koalition zu bilden. Sollten CDU und CSU mehr als 50 Prozent der Sitze im Parlament erobern, werde er seiner Partei raten, "in die Opposition zu gehen und eine starke Opposition zu spielen", sagte Steinbrück am Sonntagabend in der "Berliner Runde" von ARD und ZDF.

+++20.54 Uhr +++ Kanzlerin Angela Merkel hat erneut versichert, sie stehe für die gesamte nächste Legislaturperiode als Regierungschefin zur Verfügung. „Ja, da bin ich ganz sicher“, sagte die CDU-Chefin am Sonntagabend in der Runde der Spitzenkandidaten bei ARD und ZDF.

+++20.50 Uhr +++ Merkel in der Berliner Runde zur Meinungsverschiedenheit mit Horst Seehofer über die Pkw-Maut: "Wir werden ein Lösung finden. Diese wird nicht zu Lasten der Autofahrer gehen."

+++20.43 Uhr +++ Der Absturz der FDP beschäftigt weiter viele User beim Kurznachrichtendienst Twitter. Die meisten Nutzer äußern Spott und Hohn über das Abschneiden der Liberalen. "Hoteliers machen keine fünf Prozent aus" und "Bye bye Philipp" war unter anderem zu lesen. Übel stößt vielen Nutzern offensichtlich die mögliche Aussicht auf eine Alleinregierung der Union auf. Unter dem Hashtag #auswandern wurden blitzschnell zahlreiche Tweets zusammengefasst, die sich kritisch mit dem guten Abschneiden von CDU und CSU beschäftigen. Zahlreichen Usern war auch die Kette von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrem Auftritt in der CDU-Zentrale aufgefallen - diese war schwarz-grün. Viele Unterstützer eines solchen Bündnisses lassen sich aber auch bei Twitter nicht finden.

+++20.40 Uhr +++ Der Spitzenkandidat der FDP, Rainer Brüderle, war bei der Runde der Spitzenkandidaten bei ARD und ZDF übrigens nicht anwesend. Man habe nur die Parteien geladen, die voraussichtlich die 5-Prozent-Hürde überspringen, sagte ZDF-Chefredakteur Peter Frey am Sonntagabend. Die FDP zieht nach den Hochrechnungen nicht mehr in den Bundestag ein. Geladen wurden die Spitzenkandidaten der CDU, CSU, SPD, der Linken und der Grünen.

+++20.39 Uhr +++ Grünen-Chef Cem Özdemir rechnet nach dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl mit personellen Veränderungen in der Parteiführung. Er wollte aber im ZDF keine genaueren Angaben machen. „Die Aufarbeitung beginnt morgen. ... Da wird nichts unterdrückt werden.“ Das Potenzial für grüne Politik liege jedenfalls wesentlich höher. Das sehe man etwa in Baden-Württemberg oder in Nordrhein-Westfalen. Das Thema Veggie Day oder höhere Steuern gebe Grünen-Politik nicht wieder.

+++20.31 Uhr+++Steinbrück in der Berliner Runde: "Wir machen keine gemeinsame Sache mit den Linken." Nach neuen Hochrechnungen hätte Rot-Rot-Grün eine hauchdünne Mehrheit.

+++20.28 Uhr +++ Direkt nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen hat Kanzlerin Angela Merkel dem CDU-Youtube-Kanal CDU.TV ein Interview gegeben. Sie bezeichnet das Unions Wahlergebnis von über 40 Prozent als "Wahnsinn".

+++20.15 Uhr +++ Die Berliner Runde in ARD und ZDF startet. Kanzlerin Merkel: "Ich freue mich über unser Ergebnis. Wir müssen das Endergebnis abwarten." Es sei kein Fehler gewesen, dass die Union auch für die Zweitstimmen geworben habe zu Lasten der FDP. Merkel sagte zu, die Union werde mit dem ihr entgegengebrachten Vertrauen sehr sorgfältig umgehen. Peer Steinbrück sagte: "Wir haben einen ganz guten Wahlkampf gemacht. Aber im Klartext gesprochen, sind wir nicht zufrieden." Merkel: "Ich bedauere das Abschneiden der Liberalen. Ich hätte mir gewünscht, dass die FDP in den Bundestag einzieht."

+++20.03 Uhr +++ Auch in den sozialen Netzwerken ist die Wahl das dominierende Thema. Grünen-Bundestagsabgeordneter Konstantin v. Notz twittert gequält "Autsch!" Linken-Fraktionschef Gregor Gysi jubelt bei Twitter: "Wer hätte 1990 gedacht, dass diese Partei drittstärkste politische Kraft in der Bundesrepublik wird?" Und Bushido teilte ein FDP-Posting auf seiner eigenen Twitter-Seite und kommentierte: "Und ich will, dass deine Partei ins Gras beißt. #FDP"

+++20.01 Uhr +++ Neue ARD-Hochrechnung:

CDU 42 Prozent / 298 Sitze

SPD 25,5 / 181

FDP 4,6

Grüne 8,3 / 59

Linke 8,4 / 60

AfD 4,9

Piraten 2,2

Nach dieser Hochrechnung würde die Union die absolute Mehrheit verfehlen. Die Wahlbeteiligung lag bei 73 Prozent.

+++19.58 Uhr +++ Der gescheiterte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück twittert nach der Niederlage: "Zum Klartext gehört es Frau Merkel zu gratulieren. Aber wir haben gemeinsam einen großartigen Wahlkampf geführt. Dafür danke ich."

+++19.51 Uhr +++ Der sozialistische französische Präsident François Hollande hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu ihrem Erfolg bei der Bundestagswahl gratuliert. Beide hätten ihren Willen bekräftigt, „ihre enge Zusammenarbeit fortzusetzen, um die neuen Herausforderungen des Aufbaus Europas zu meistern“, hieß es in einer Mitteilung des Präsidialamtes am Sonntag in Paris.

+++19.44 Uhr +++ Die SPD-Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, sagte, die hinzugewonnenen knapp drei Prozent der SPD seien unter den Erwartungen geblieben. Zudem hätten die Grünen leider deutlich an Stimmen verloren. Nun sei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Koalitionsbildung am Zuge.

+++19.35 Uhr +++ Neue ARD-Hochrechnug:

CDU 42,2 Prozent / 301 Sitze

SPD 25,4 / 180

FDP 4,5

Grüne 8,2 / 58

Linke 8,3 / 59

Piraten 2,2

AfD 4,9

Danach käme die Union immer noch auf eine absolute Mehreheit.

+++19.32 Uhr +++ Die CSU pocht nach ihren Wahlerfolgen bei der Landtags- und der Bundestagswahl auf die Einführung einer Pkw-Maut für ausländische Autofahrer in Deutschland. „Dieses tolle Ergebnis ist auch eine überwältigende Zustimmung zu unserer Forderung der Einführung einer Pkw-Maut für ausländische Autofahrer“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) im ZDF.

+++19.29 Uhr +++ Der Chef der Anti-Euro-Partei AfD, Bernd Lucke, hat das Abschneiden seiner Gruppierung als Denkzettel für die etablierten Parteien gewertet. Es sei ein "kräftiges Zeichen des Widerspruchs", dass die AfD wenige Monate nach ihrer Gründung an die Fünf-Prozent-Marke herangekommen sei, sagte Lucke am Sonntag in Berlin. "Wir haben die anderen Parteien das Fürchten gelehrt." In der ARD sagte er: "Das war ein starkes Ergebnis, aber ich hätte gehofft, dass wir deutlicher über fünf Prozent kommen."

+++19.22 Uhr +++ SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier geht nicht davon aus, dass es angesichts des Ergebnisse bei der Bundestagswahl eine Debatte in seiner Partei über das Führungspersonal gibt.„Wir hätten gerne ein bisschen mehr Zustimmung gehabt“, räumte Steinmeier ein. „Man kann gewinnen und ist doch nicht der Gewinner des Abends“, sagte Steinmeier.

+++19.18 Uhr +++ CSU-Chef Horst Seehofer in der ARD: "Eines steht fest, das ist das beste Wahlergebnis der Union seit Langem. Morgen werden wir der Öffentlichkeit sagen, wie wir weiter verfahren werden."

19.17 Uhr +++ Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat von seiner Partei eine schonungslose Analyse des schlechten Ergebnisses bei der Bundestagswahl gefordert. „Wir können offensichtlich nicht alles richtig gemacht haben nach so einem Ergebnis“, sagte er am Sonntag in der ARD. Mit Blick auf die Steuererhöhungspläne seiner Partei sagte er: „Mit dem Kurs hätten andere auch ein schlechtes Ergebnis eingefahren.“ +++19.08 Uhr +++ Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin räumte die Niederlage der Grünen an. „Wir hatten zwei Ziele.“ Schwarz-Gelb sollte Rot-Grün weichen - und zwar mit gestärkten Grünen. „Beide dieser Ziele haben wir nicht erreicht, das ist bitter, und wir werden uns dieser bitteren Realtiät gemeinsam stellen müssen“, sagte Trittin auf der Wahlparty der Grünen.

+++19.01 Uhr +++ FDP-Chef Philipp Rösler und Spitzenkandidat Rainer Brüderle übernehmen nach eigenen Worten die politische Verantwortung für das Debakel ihrer Partei bei der Bundestagswahl. Beide deuteten am Sonntagabend in Berlin ihren Rücktritt an. „Das ist das schlechteste Ergebnis, das wir bislang mit der FDP erreicht haben“, sagte Brüderle am Sonntagabend vor Parteifreunden. Über persönliche Konsequenzen sprach der FDP-Vize nicht direkt. „Das ist nicht das Ende der Partei. Es wird schwieriger, aber die Arbeit wird weitergehen“, sagte Brüderle.

+++18.59 +++ Die Union mit Kanzlerin Angela Merkel kann nach Hochrechnungen von ARD und ZDF auf die absolute Mehrheit der Mandate hoffen. CDU/CSU kommen nach Angaben von Infratest/Dimap für die ARD auf 302 Mandate (ZDF 304) und damit auf eine knappe eigene Mehrheit. Die Ergebnisse könnten sich aber im weiteren Verlauf der Auszählung noch ändern. Neue ARD-Hochrechnung:

CDU 42,5 Prozent / 303 Sitze

SPD 25,6 / 182

FDP 4,6

Linke 8 / 57

Grüne 8  / 57

Piraten 2,1

AfD 4,9

+++18.52 Uhr +++ Peer Steinbrück spricht im Willy-Brandt-Haus: "Ich danke allen, die für die Sache der SPD gelaufen sind. Die SPD hat keinen inhaltsleeren Wahlkampf hingelegt. Ich wiederspreche all jenen, die das sagen. Wir haben über Politik geredet. Wir haben nicht das Ergebnis erzielt, das wir wollten. Die Lage ist sehr unklar. Der Ball liegt im Spiel bei Frau Merkel, sie muss sich einen Koalitionspartner besorgen." 

+++18.45 Uhr +++ Kanzlerin Merkel tritt in Berlin vor die Parteifreunde im Konrad-Adenauer-Haus. "Angie, Angie"- Rufe. "Der Jubel zeigt, wir können uns alle freuen. Das ist ein super Ergebnis", sagt Merkel. "Ich bedanke mich bei allen Freunden in der Union. Und ich bedanke mich auch bei meinem Mann, der muss auch einiges ertragen." Jubel. Gekreische. "Wir warten das Wahlergebnis ab und werden dann alles morgen besprechen. Aber feiern dürfen wir heute schon."

Die Bundestagswahl in Zahlen und Fakten

Bundestagswahl 2013 in Zahlen und Fakten

+++18.42 Uhr +++ Die SPD-Spitze spricht in Berlin im Willy-Brandt-Haus. SPD-Chef Gabriel: "Wir haben zugelegt, aber wir haben mehr erwartet. Die CDU/CSU und Frau Merkel haben einen großen Erfolg eingefahren und wir gratulieren dazu."

+++18.41 uhr +++ Neue ARD-Hochrechnung:

CDU 42,1 Prozent / Sitze299

SPD 25,8 / 183

FDP 4,7

Linke 8,2 / 58

Grüne 8,1 / 58

Piraten 2,3

AfD 4,9

+++18.41 Uhr +++ Linken-Fraktionschef Gregor Gysi hat das Ergebnis seiner Partei als herausragend gewürdigt. Zwar habe die Linke nicht das von ihm ausgegebene Ergebnis im zweistelligen Bereich erreicht, sagte er im ZDF. „Aber wir brauchten ein Ziel, damit wir mit Leidenschaft kämpfen.“ Gysi ergänzte: „Wer hätte das 1990 gedacht, dass diese Partei die drittstärkste politische Kraft der Bundesrepublik Deutschland wird. Das haben wir geschafft.“

+++18.40 Uhr +++Grünen-Geschäftsführerin Steffi Lemke sprach von einem enttäuschenden Ergebnis für ihre Partei bei der Bundestagswahl. Man habe die Wahlziele, eine rot-grüne Koalition sowie ein besseres Ergebnis als 2009 zu erreichen, nicht geschafft. Das müsse nun kritisch analysiert werden. Zu einer rechnerisch möglichen Koalition mit der Union sagte Lemke, man würde eine Einladung zu Gesprächen annehmen.

+++18.36 Uhr +++ Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich begeistert vom Wahlerfolg der Union gezeigt. „Das ist fantastisch. So deutlich über 40 Prozent, das haben wir seit über 20 Jahren nicht geschafft“, sagte die stellvertretende CDU-Vorsitzende in der ARD. „Wir hoffen sehr für die FDP, dass die Zahlen im Laufe des Abends noch steigen.“ Zu einer möglichen großen Koalition mit der SPD wollte sich von der Leyen nicht äußern. „Deutschland muss stark bleiben in Europa, das ist das Motto des Abends“, sagte sie.

+++18.33 Uhr +++ Die Union hat bei der Bundestagswahl erstmals nach fast 20 Jahren wieder die 40-Prozent-Marke geknackt. Zuletzt kamen CDU und CSU 1994 mit 41,4 Prozent über diese Grenze, und Helmut Kohl blieb Kanzler. Danach aber lag die Partei teils deutlich unter diesen Werten.

+++18.32 Uhr +++ Der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende Christian Lindner sprach nach dem Ausgang der Bundestagswahl am Sonntagabend von der „bittersten Stunde für die Liberalen seit vielen Jahrzehnten“. Man habe in der Öffentlichkeit nicht überzeugt. „Da kann es ja überhaupt keinen Zweifel daran geben.“

+++18.31 Uhr +++ CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hat den Ausgang der Bundestagswahl als großen Erfolg und „sensationelles Ergebnis“ für die Union bewertet. „Das ist ein großartiger Vertrauensbeweis der Wählerinnen und Wähler“, sagte Dobrindt im Bayerischen Fernsehen.

+++18.29 Uhr +++ Das CDU-Vorstandsmitglied Annegret Kramp-Karrenbauer schloss Verhandlungen mit den Grünen über eine mögliche Koalition nicht aus. „Es gilt der alte Grundsatz, dass alle demokratischen Parteien untereinander auch gesprächsbereit sein sollten“, sagte die saarländische Ministerpräsidentin. Es sei aber klar, dass sich die politischen Positionen von Union und Grünen im Wahlkampf „sehr weit auseinanderbewegt haben“.

+++18.25 Uhr +++Die CSU hat bei der Bundestagswahl in Bayern stark zugelegt. Laut Prognose des Bayerischen Fernsehens könnte die Partei 50 Prozent erreichen. Das wäre noch besser als bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag, als die Partei 47,7 Prozent geholt hatte. Die SPD liegt gleichauf mit der Landtagswahl bei 20,5 Prozent.

+++ 18.23 Uhr+++Der SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann zeigte sich in einer ersten Reaktion enttäuscht. „Wir hatten mehr erhofft“, sagte Oppermann in der ARD. „Das ist kein Auftrag der Wähler, um Gespräche über die Regierung zu führen.“ Der Ball liege jetzt bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Sie hat die entsprechenden Gespräche zu führen.“

+++18.21 Uhr +++ SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles wollte nach dem Ausgang der Bundestagswahl am Sonntagabend in einer ersten Reaktion keine Koalitionsaussage treffen. Dies werde zuerst in den Gremien besprochen. Man habe sich sicherlich einen höheren Zuwachs gewünscht, sagte sie im ZDF. Nun sei die Gewinnerin der Wahl gefragt, CDU-Vorsitzende Kanzlerin Angela Merkel.

+++18.18 Uhr +++ CDU-Vize Armin Laschet wertete das Ergebnis als Regierungsauftrag für Kanzlerin Angela Merkel. „Die Deutschen wollen, dass sie vier Jahre weiter regiert“, sagte Laschet, der auch CDU-Chef in Nordrhein-Westfalen ist. Das Ergebnis sei „in erster Linie Anerkennung für die Arbeit von Angela Merkel“.

+++18.15 Uhr+++ Erste ARD-Hochrechnung:

CDU 42 Prozent

SPD 26 Prozent

Grüne 8,1 Prozent

FDP 4,7 Prozent

Linke 8,3 Prozent

AfD 4,9 Prozent

Piraten 2,3 Prozent

+++18.12 Uhr +++ CDU-Fraktionschef im Bundestag, Volker Kauder, in der ARD: "Die Wählerinnen und Wähler haben gezeigt, dass Sie wollen, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt." Renate Künast, Fraktionschefin der Grünen: "Wir hätten uns schon etwas mehr erhofft. Wir müssen parteiintern analysieren, woran es lag. Wir müssen uns neu orientieren, um die Mitte der Gesellschaft zu gewinnen."

+++18.09 Uhr +++ Bei der Landtagswahl in Hessen zeichnen sich nach Prognosen des Hessischen Rundfunks und des ZDF keine klaren Machtverhältnisse ab. Die CDU bleibt zwar stärkste Partei vor der SPD. FDP und die erstmals angetretene Alternative für Deutschland kommen aber nicht in den Landtag, die Linke muss um den Einzug zittern. Von ihrem Abschneiden hängen mögliche Regierungsbündnisse ab. Weitere Infos zur Wahl in Hessen finden Sie bei hna.de.

+++18.04 Uhr +++ Die Union mit Kanzlerin Angela Merkel hat die Bundestagswahl am Sonntag klar gewonnen. Nach den Prognosen von ARD und ZDF von 18.00 Uhr muss ihr Koalitionspartner FDP um den Verbleib im Parlament zittern. Die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) könnte schon im ersten Anlauf den Sprung ins Parlament schaffen.

+++ 18 Uhr +++ Die Wahllokale sind geschlossen! Das ist die Prognose der ARD:

CDU 42 Prozent / 297 Sitze

SPD 26 Prozent / 184 Sitze

Grüne 8 Prozent / 57 Sitze

FDP 4,7 Prozent

Linke 8,5 Prozent / 60 Sitze

AfD 4,9 Prozent

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

+++ Die Spannung steigt. Noch 20 Minuten, dann wird gerechnet, gejubelt, gefeiert, getrauert.

+++ Der Countdown läuft! In gut einer Stunde schließen die Wahllokale. Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht versucht mit einem Last-Minute-Tweet auf Twitter ihre Anhänger zu motivieren: "Rote Karte gegen Sozialabbau! Jede Stimme für DIE LINKE ist eine Stimme für soziale Gerechtigkeit+Frieden! #gehwählen"

Bundestagswahl 2013 in Zahlen und Fakten

Bundestagswahl 2013 in Zahlen und Fakten

+++ Bei der Bundestagswahl am Sonntag haben bis zum frühen Nachmittag deutlich mehr Wähler ihre Stimme abgegeben als vor vier Jahren: Die Beteiligung bis 14.00 Uhr lag bundesweit bei 41,4 Prozent, wie der Bundeswahlleiter mitteilte. 2009 hatte sie bis zu diesem Zeitpunkt bei 36,1 Prozent gelegen. Insgesamt gingen damals 70,8 Prozent der Wähler an die Urnen.

+++ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am frühen Sonntagnachmittag in Berlin Mitte ihrer Stimme für die Bundestagswahl abgegeben. Die 59-Jährige erschien im Wahllokal, der Mensa Süd des Studentenwerks, in Begleitung ihres Ehemanns Joachim Sauer.

Merkel kandidiert erneut für den Wahlkreis 15 in Mecklenburg-Vorpommern. Dort wurde sie seit 1990 immer direkt in den Bundestag gewählt. 2009 erhielt sie mit 49,3 Prozent der Stimmen ihr bislang bestes Ergebnis.

Hier gibt Angela Merkel ihre Stimme ab

Hier gibt Angela Merkel ihre Stimme ab

+++ Nette Anekdote aus Berlin: Wenn schon eine Wahl, dann aber richtig: Ein älterer Herr füllte am Sonntag in der Rosa-Parks-Grundschule in Berlin-Kreuzberg zunächst seinen Wahlzettel aus. Doch etwas fehlte ihm auf der Liste, auf der sich sogar Hundetrainer Frank di Leo als Kandidat für die „Hundefreunde Kreuzberg“ um ein Direktmandat im Bundestag bewarb. Bevor er seinen Wahlzettel in die Urne warf, ging der Rentner zum Wahlhelfer und fragte ihn: „Ich hab da mal ne Frage: Ich dachte, heute wird auch der Bundespräsident gewählt.“

Verdutzter Blick des Wahlhelfers - gefolgt von einer Erklärung, dass der doch nicht direkt gewählt werde. Sondern von der Bundesversammlung aus Ländervertretern und Bundestagsabgeordneten.

+++ Der FDP-Bundesvorsitzende Philipp Rösler und seine Frau Wiebke haben ihre Stimmen für die Bundestagswahl am Sonntag in der Friedrich-Dierks-Grundschule in Isernhagen (Niedersachsen) abgegeben.

+++ Auf Twitter ist zur Bundestagswahl unter anderem der Hashtag #gehtwählen im Umlauf. Auch Kanzlerkandidat Peer Steinbrück macht Gebrauch davon. "Tut es mir nach. Geht wählen", schrieb er auf seinem Account an seine Follower.

+++ SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat am Sonntagmorgen in seinem Bonner Wahllokal gewählt. Er habe gut geschlafen, sagte er. Der Wahlkampf habe ihm Spaß gemacht. Die SPD sei in der letzten Zeit in der Lage gewesen, sich deutlich zu profilieren. Das habe ihn gefreut. „Ich hoffe, dass sich das auch im Wahlergebnis widerspiegelt.“ Steinbrück wurde von seiner Frau Gertrud begleitet. Anschließend wollte er an einem SPD-Frühschoppen teilnehmen.

Hier gibt Peer Steinbrück seine Stimme ab

Hier gibt Peer Steinbrück seine Stimme ab

+++ SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat bekräftigt, in einer großen Koalition keinen Ministerposten übernehmen zu wollen. Klar seien für ihn zwei Dinge, sagte Steinbrück der „Bild am Sonntag“. „Ich will Bundeskanzler einer rot-grünen Regierung werden. Und: Für das Kabinett einer Großen Koalition stehe ich nicht zur Verfügung.“

Der Herausforderer von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigte zugleich an, auch bei einem schlechten Wahlergebnis eine führende Rolle in der SPD spielen zu wollen. „Ich bleibe an Deck der SPD, unabhängig davon, wie die Wahl ausgeht.“ Er werde weiterhin Verantwortung übernehmen. „Wie das genau aussehen wird, hängt vom Wahlausgang ab“, sagte Steinbrück.

+++ Noch unschlüssig, wen Sie heute wählen sollen? Vielleicht hilft Ihnen ja der "Wahl-O-Mat" auf die Sprünge. Hier können Sie den Wahlhelfer ausprobieren.

+++ Umfragen zufolge kann Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf weitere vier Jahre an der Spitze der Bundesregierung hoffen - mit welchem Partner ist offen. Seit Tagen zeichnet sich ein äußerst knappes Rennen ab. Den Demoskopen zufolge gibt es zwischen dem schwarz-gelben Regierungslager und der Opposition praktisch ein Patt.

Als wahrscheinlichste Koalitionsmöglichkeiten gelten entweder eine Fortsetzung von Schwarz-Gelb oder eine große Koalition. Für Rot-Grün dürfte es nicht reichen; Rot-Rot-Grün scheidet aus, weil SPD und Grüne eine Koalition mit der Linkspartei ausgeschlossen haben.

Die lustigsten Wahlkampf-Pannen der Politiker

Die lustigsten Wahlkampf-Pannen der Politiker

Die FDP muss den Demoskopen zufolge um den Einzug in den Bundestag zittern, Chancen hat die eurokritische Partei Alternative für Deutschland. Als mitentscheidend für den Ausgang gilt die Wahlbeteiligung, die 2009 bei 70,8 Prozent lag.

+++ Seit 8 Uhr haben die Wahllokale geöffnet. Bis 18 Uhr sind 61,8 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, den 18. Deutschen Bundestag zu wählen. Darunter sind drei Millionen Erstwähler. 4451 Kandidaten stellen sich zur Wahl, rund 900 mehr als bei der Bundestagswahl 2009. 30 Parteien treten dabei mit Landeslisten an, 4 weitere mit Kreiswahlvorschlägen. Nach jüngsten Umfragen liegt die schwarz-gelbe-Regierungskoalition hauchdünn vor der Opposition.

ole/wi/dpa/afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mordfall in Freiburg: Das sagt Merkel zu Verdacht gegen Flüchtling

Essen/Hamburg - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im Zusammenhang mit dem Mordverdacht gegen einen jungen Afghanen in Freiburg vor einer Verurteilung aller Flüchtlinge …
Mordfall in Freiburg: Das sagt Merkel zu Verdacht gegen Flüchtling

Italiens Präsident bittet Renzi um Aufschub seines Rücktritts

Rom - Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi tritt nicht mit sofortiger Wirkung zurück. Staatspräsident Sergio Mattarella habe ihn gebeten, noch im Amt zu bleiben.
Italiens Präsident bittet Renzi um Aufschub seines Rücktritts

Frankreichs Premier Valls tritt zurück

Paris - Dass Manuel Valls in den Élysée will, war ein offenes Geheimnis. Nun macht er den Schritt offiziell - und Präsident François Hollande muss sich für die letzten …
Frankreichs Premier Valls tritt zurück

US-Außenminister Kerry erhält Bundesverdienstkreuz

Abschiedsbesuch von John Kerry in Deutschland: Der scheidende US-Außenminister bekommt das Bundesverdienstkreuz. Frank-Walter Steinmeier - selbst auf neuen Wegen - nennt …
US-Außenminister Kerry erhält Bundesverdienstkreuz

Kommentare