Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) verfolgt Mitte Dezember eine Debatte im Bundestag. Foto: Michael Kappeler
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Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) verfolgt Mitte Dezember eine Debatte im Bundestag. Foto: Michael Kappeler

Bundeswehr denkt angeblich über Libyen-Einsatz nach   

Berlin (dpa) - Die Bundeswehr steht nach einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" vor einem weiteren Auslandseinsatz zur Ausbildung libyscher Streitkräfte.

Nach internen Plänen könnten Angehörige der Bundeswehr gemeinsam mit italienischen Soldaten bereits in wenigen Monaten mit der Mission beginnen, die aus Sicherheitsgründen zunächst in Libyens Nachbarland Tunesien stattfinden soll. Sie könnte 150 bis 200 Bundeswehrsoldaten umfassen und sich an der Ausbildungsmission für Kurden im Norden des Irak orientieren.

Erst am Mittwoch hatte das Kabinett die Entsendung von insgesamt 550 zusätzlichen Soldaten nach Mali und in den Irak beschlossen. Der Libyen-Einsatz solle verhindern, dass sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) weiter in dem nordafrikanischen Land ausbreitet. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte zu dem Bericht, gegenwärtig sei die Zeit für diplomatische Verhandlungen und nicht für Spekulationen über einen Militäreinsatz.

Vor dem deutschen Auslandseinsatz müssten die verfeindeten politischen Kräfte Libyens, die einander seit Jahren bekämpfen, allerdings eine Einheitsregierung bilden, schreibt der "Spiegel". Der deutsche UN-Sondervermittler Martin Kobler hatte darüber vor kurzem eine grundsätzliche Einigung zwischen den Konfliktparteien erzielt.

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