+
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Kein "Breite vor Tiefe"

Bundeswehrreform: Von der Leyen distanziert sich

Berlin - Angesichts der Ausrüstungsmisere der Bundeswehr verabschiedet sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von einem Leitmotiv der von ihren Vorgängern konzipierten Streitkräftereform.

In einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Redaktion der Bundeswehr distanzierte sich die CDU-Politikerin von dem Prinzip „Breite vor Tiefe“, nach dem die Truppe alle militärischen Fähigkeiten haben soll, aber dafür alle auch nur in begrenztem Maße.

„Ich halte nichts von solchen Schlagworten“, sagte von der Leyen. Die Bundeswehr müsse für ihre führende Rolle bei Ausbildungsmissionen wie im Irak und in Afghanistan oder für die schnelle Eingreiftruppe der Nato zwar immer „eine angemessene Breite“ an Fähigkeiten vorhalten. „Wir brauchen aber ebenso dringend bei einzelnen Schlüsselfähigkeiten mehr Durchhaltetiefe.“

Die Ministerin stellte unter anderem die von ihrem Vorgänger Thomas de Maizière (CDU) festgelegten Obergrenzen für die großen Waffensysteme infrage. „In einem ersten Schritt wollen wir zum Beispiel mit der Praxis Schluss machen, dass wir überschüssiges gutes Material, beispielsweise Leopard 2, abgeben oder verschrotten.“ De Maizière hatte eine Verringerung der Zahl der „Leopard 2“-Kampfpanzer von 350 auf 225 geplant.

dpa

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erste Hochrechnungen im Live-Ticker: Van der Bellen mit 53,6 Prozent

Wien - Norbert Hofer oder Alexander Van der Bellen: Wer gewinnt die Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich? Die Wahllokale sind geschlossen und wir berichten im …
Erste Hochrechnungen im Live-Ticker: Van der Bellen mit 53,6 Prozent

Bartsch und Wagenknecht Spitzenkandidaten der Linken

Die Linke beschließt für die Bundestagswahl wie erwartet die Doppelspitze Bartsch-Wagenknecht. Aber eigentlich ist es doch ein Spitzen-Quartett. Denn die Parteichefs …
Bartsch und Wagenknecht Spitzenkandidaten der Linken

Revolutionsführer Castro in Santiago de Cuba beigesetzt

Santiago de Cuba - In einem Triumphzug ist die Urne des Ex-Präsidenten Castro über rund 1000 Kilometer in den Südosten der Karibikinsel Kuba gebracht worden. Nahe dem …
Revolutionsführer Castro in Santiago de Cuba beigesetzt

China beschwert sich über Trumps Telefonat mit Taiwan

Telefonate zwischen den Spitzen der USA und Taiwans sind seit Jahrzehnten ein diplomatisches "No-go". Der künftige Präsident Donald Trump bricht mit der Gepflogenheit. …
China beschwert sich über Trumps Telefonat mit Taiwan

Kommentare