+
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Kein "Breite vor Tiefe"

Bundeswehrreform: Von der Leyen distanziert sich

Berlin - Angesichts der Ausrüstungsmisere der Bundeswehr verabschiedet sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von einem Leitmotiv der von ihren Vorgängern konzipierten Streitkräftereform.

In einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Redaktion der Bundeswehr distanzierte sich die CDU-Politikerin von dem Prinzip „Breite vor Tiefe“, nach dem die Truppe alle militärischen Fähigkeiten haben soll, aber dafür alle auch nur in begrenztem Maße.

„Ich halte nichts von solchen Schlagworten“, sagte von der Leyen. Die Bundeswehr müsse für ihre führende Rolle bei Ausbildungsmissionen wie im Irak und in Afghanistan oder für die schnelle Eingreiftruppe der Nato zwar immer „eine angemessene Breite“ an Fähigkeiten vorhalten. „Wir brauchen aber ebenso dringend bei einzelnen Schlüsselfähigkeiten mehr Durchhaltetiefe.“

Die Ministerin stellte unter anderem die von ihrem Vorgänger Thomas de Maizière (CDU) festgelegten Obergrenzen für die großen Waffensysteme infrage. „In einem ersten Schritt wollen wir zum Beispiel mit der Praxis Schluss machen, dass wir überschüssiges gutes Material, beispielsweise Leopard 2, abgeben oder verschrotten.“ De Maizière hatte eine Verringerung der Zahl der „Leopard 2“-Kampfpanzer von 350 auf 225 geplant.

dpa

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Landtagswahl 2016 in Mecklenburg-Vorpommern: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Schwerin - Am 04. September 2016 finden in Mecklenburg-Vorpommern die Landtagswahlen statt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Wahl und zeigen die aktuellste …
Landtagswahl 2016 in Mecklenburg-Vorpommern: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Landtagswahl 2016 in Mecklenburg-Vorpommern: Neue Umfragewerte

Schwerin - Am 04. September 2016 wird in Mecklenburg-Vorpommern der Landtag neu gewählt. Dessen Zusammensetzung könnte sich drastisch verändern, zumindest deuten …
Landtagswahl 2016 in Mecklenburg-Vorpommern: Neue Umfragewerte

Juristische Einschätzung zu Böhmermann bleibt geheim

Berlin - Die interne juristische Einschätzung der Bundesregierung zum Schmähgedicht des TV-Satirikers Jan Böhmermann darf nicht veröffentlicht werden.
Juristische Einschätzung zu Böhmermann bleibt geheim

Die wichtigsten Fragen zum Tod von IS-Sprecher Al-Adnani

Aleppo - Der Tod von Sprecher Abu Mohammad al-Adnani könnte den IS schwer treffen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Schlag gegen den Terror-Staat.
Die wichtigsten Fragen zum Tod von IS-Sprecher Al-Adnani

Kommentare