+
Die Aussagen von Verteidigungsminister  Thomas de Maizière stoßen auf Unverständnis.

Wegen Aussagen über Soldaten

Verteidigungsminister de Maizière in der Kritik

Berlin  - Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes hat dem Verteidigungsminister vorgeworfen, mit seiner Kritik am Wunsch der Bundeswehr nach mehr Anerkennung die Soldaten gedemütigt zu haben.

Der „Bild“-Zeitung (Dienstagausgabe) sagte der Vorsitzende Ulrich Kirsch, Thomas de Maizière (CDU) habe „offenbar ein merkwürdiges Rollenverständnis“. „Die Truppe kommt sehr gut ohne Oberlehrer aus. Was sie stattdessen braucht, ist ein Minister, der sich vor seine Soldaten stellt, anstatt sie öffentlich zu demütigen“, so Kirsch.

Heftige Kritik am Verteidigungsminister äußerte auch der Veteranenverband. Verbandsvorsitzender Andreas Timmermann-Levanas bezeichnete de Maizières Einlassungen als „Ohrfeige für alle Soldaten“. „Gerade im Einsatz leisten Soldaten nicht irgendeinen Job, sondern riskieren ihr Leben. Das verdient Respekt“, sagte Timmermann-Levanas dem Blatt.

Soldaten "süchtig nach Anerkennung"?

In einem Interview hatte de Maizière am Wochenende gesagt, viele Soldaten hätten einen „übertriebenen Wunsch nach Wertschätzung“, sie seien „vielleicht geradezu süchtig nach Anerkennung“.

dpa

Meistgelesene Artikel

Einigung auf konservative Minderheitsregierung in Irland

Bei der Parlamentswahl in Irland haben die Wähler Ende Februar die bisherige Regierungskoalition abgestraft. Nun soll es eine Minderheitsregierung geben - unter Führung …
Einigung auf konservative Minderheitsregierung in Irland

Weg frei für konservative Minderheitsregierung in Irland

Dublin - In Irland haben sich die konservative Fine Gael und die ebenfalls konservative Fianna Fáil auf eine Minderheitsregierung unter Führung von Fine Gael verständigt.
Weg frei für konservative Minderheitsregierung in Irland

Dritte Startbahn: Seehofer will weiteren Bürgerentscheid

München – In der Debatte über die dritte Startbahn bringt Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) jetzt selbst einen nochmaligen Bürgerentscheid ins Spiel.
Dritte Startbahn: Seehofer will weiteren Bürgerentscheid

CSU will Grenzkonflikt mit Merkel mit Kompromiss lösen

München  - Die CSU will den Streit um die Flüchtlingspolitik mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unter Verzicht auf die angedrohte Verfassungsklage nun doch mit …
CSU will Grenzkonflikt mit Merkel mit Kompromiss lösen

Kommentare