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Ist Wolfgang Schäuble ein Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten?

Für das Amt des Bundespräsidenten

CDU-Mann bringt Schäuble als Gauck-Nachfolger ins Spiel

Berlin - Nach Berichten über den angeblichen Verzicht von Bundespräsident Joachim Gauck auf eine zweite Amtszeit hat die Debatte über einen möglichen Nachfolger begonnen.

Update vom 7. Juni 2016: Nun ist klar, dass es keine zweite Amtszeit geben wird. Wer wird also 2017 Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck? Hier erfahren Sie, wer die möglichen Kandidaten für die Gauck-Nachfolge sind.

Update vom 6. Juni 2016: Verzichtet Bundespräsident Joachim Gauck auf eine zweite Amtszeit? Erwird am Montag um 12.00 Uhr eine Erklärung zu diesem Thema abgeben. Wir berichten im Live-Ticker von der Gauck-Erklärung.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach äußerte sich in der "Bild am Sonntag" lobend über Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

"Wolfgang Schäuble hat 44 Jahre parlamentarische Erfahrung, er hat sich in hohen Staatsämtern hervorragend bewährt und genießt auch international ein hohes Ansehen", sagte Bosbach. "Selbst die politische Konkurrenz wird das nicht ernsthaft bestreiten können."

Der SPD-Abgeordnete Johannes Kahrs sagte, Außenminister Frank-Walter Steinmeier (ebenfalls SPD) "wäre ein sehr guter Bundespräsident". Dieser genieße eine "hohe Akzeptanz und ist in der Lage, die notwendige Überparteilichkeit herzustellen", sagte der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD der "Welt am Sonntag". Steinmeiers Wahl zum Bundespräsidenten "wäre nicht der Sieg einer Partei, sondern ein Sieg fürs Land". Wie nur wenige andere sei Steinmeier in der Lage, das Land "zusammenzuhalten und zusammenzuführen".

Gauck verzichtet offenbar auf zweite Amtszeit

CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt wollte nicht über eine eigene Kandidatur spekulieren. "Ich halte nichts von derartigen Spekulationen und beteilige mich auch nicht daran", sagte sie der "Welt am Sonntag".

Auch der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat die Spekulationen über Gauck und dessen mögliche Nachfolge kritisiert. „Ich halte es für völlig unangemessen, dass eine Nachfolgedebatte zu einem Zeitpunkt beginnt, in dem er sich selber nicht erklärt hat“, sagte der hessische SPD-Landeschef am Sonntag am Rande des Parteikonvents in Berlin. Er werde sich an der Diskussion nicht beteiligen: „Ich bin in dieser Frage sehr altmodisch.“

Aus hochrangigen SPD-Kreisen hieß es, sollte Gauck aufhören, müsse am Ende wohl eine über alle Parteigrenzen hinweg „plausible und honorige Persönlichkeit“ für das höchste Staatsamt gefunden werden. Ein anderes SPD-Führungsmitglied meinte, es sei an der Zeit für eine Frau im Schloss Bellevue.

Die "Bild"-Zeitung hatte am Samstag berichtet, Gauck wolle auf eine Kandidatur für eine zweite Amtszeit im kommenden Februar verzichten. Er wolle dies am Dienstag öffentlich verkünden. Am Montag trifft der 76-Jährige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Schloss Bellevue. Gauck war nach dem Rücktritt von Christian Wulff 2012 als gemeinsamer Kandidat von Union, SPD, FDP und Grünen zum Bundespräsidenten gewählt worden.

Joachim Gauck - vom Bürgerrechtler zum Bundespräsidenten

dpa

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