+
Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin und stellvertretende Bundesvorsitzende, Julia Klöckner, hat ihre Meinung geändert: Nachdem sie zuerst nicht an der TV-Debatte vor der Landtagswahl teilnehmen wollte, will sie nun doch antreten.

TV-Debatte

Jetzt doch: Julia Klöckner sagt für Elefanten-Runde zu

Mainz - Nach tagelangem Hin und Her steht der Live-Fernsehdebatte vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wohl nichts mehr im Weg: Nachdem sie zunächst wegbleiben wollte, hat die CDU-Kandidatin Julia Klöckner jetzt doch zugesagt.

Die CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner sagte am Donnerstag ihre Teilnahme an der sogenannten Elefantenrunde im SWR zu, nachdem sie vergangene Woche abgesagt hatte. Zuvor hatte die SPD angekündigt, trotz der Teilnahme der AfD ihren Landesvorsitzenden Roger Lewentz in die Runde zu schicken.

Auslöser für den Streit um die Debatte war die Weigerung der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), in einer Live-Debatte gemeinsam mit AfD-Vertretern aufzutreten. Der SWR entschied deshalb zunächst, zu dem Live-Gespräch nur die im Landtag vertretenen Parteien einzuladen.

Die AfD, aber auch die FDP und die Linkspartei hätten damit nicht teilnehmen können. Lediglich die Spitzenkandidatinnen von SPD, CDU und Grünen wären in der Live-Sendung aufeinander getroffen. CDU-Spitzenkandidatin Klöckner sagte daraufhin ihre Teilnahme ab. Die Elefantenrunde stand damit vor dem Aus.

Nach den neuen Plänen des SWR sollen nun in der Diskussionsrunde am 10. März doch alle Parteien vertreten sein, die Aussichten auf einen Einzug in den Landtag haben. Dies sind CDU, SPD, Grüne, FDP, Linkspartei und AfD. Dreyer lehnt einen Auftritt mit AfD-Vertretern weiter ab. Der SPD-Landesvorsitzende Lewentz erklärte sich allerdings zu der Teilnahme an einer solchen Runde bereit. Daraufhin gab einem CDU-Sprecher zufolge jetzt auch Klöckner bekannt, dass sie zu der Debatte kommen wird.

In Baden-Württemberg wird die AfD dagegen weiterhin nicht an der Elefantenrunde vor der Wahl teilnehmen. Grüne und SPD lehnen es nach Angaben des SWR nach wie vor ab, mit AfD-Vertretern in einer Live-Debatte zu diskutieren. Damit bleibt es dabei, dass daran nur die im Landtag vertretenen Parteien Grüne, SPD, CDU und FDP teilnehmen.

In beiden Bundesländern wird am 13. März ein neuer Landtag gewählt. In Baden-Württemberg regiert ein grün-rotes Bündnis unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), in Rheinland-Pfalz eine rot-grüne Koalition unter Dreyer. Der Wahlausgang gilt in beiden Bundesländern als offen. Der rechtspopulistischen AfD werden jeweils gute Chancen eingeräumt, in den Landtag einzuziehen.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Merkel und Erdogan fordern Stopp der Angriffe auf Aleppo

Berlin/Ankara - Die "mehrfach berichteten eklatanten Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht" seien nicht mehr hinnehmbar, sollen sich die beiden Regierungschefs in …
Merkel und Erdogan fordern Stopp der Angriffe auf Aleppo

Experten kritisieren das neue CSU-Integrationsgesetz

München - Das umstrittene Integrationsgesetz der bayerischen Staatsregierung erntet erneut heftige Kritik. Besonders den Begriff der Leitkultur halten viele für …
Experten kritisieren das neue CSU-Integrationsgesetz

Jugendliche IS-Sympathisantin kommt nach Messerattacke vor Gericht

Hannover - Die Gefahr der islamistischen Radikalisierung betrifft verstärkt Jugendliche - und der Frauenanteil steigt. Nach der Messerattacke auf einen Polizisten in …
Jugendliche IS-Sympathisantin kommt nach Messerattacke vor Gericht

Zschäpe spricht zum ersten Mal im NSU-Prozess

Jahrelang schwieg sie eisern, nur schriftlich erklärte sie sich über ihre Anwälte. Auch auf Fragen antworteten ihre Verteidiger für sie. Jetzt hat Beate Zschäpe erstmals …
Zschäpe spricht zum ersten Mal im NSU-Prozess

Kommentare