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Michail Chodorkowski glaubt, dass er Putin sein Leben zu verdanken hat.

"Das ist eine Vermutung"

Chodorkowski: Habe Putin mein Leben zu verdanken

Genf - Michail Chodorkowski hat es dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verdanken, dass er noch lebt. Außerdem glaubte er lange nicht an eine Freilassung.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Einschätzung von Michail Chodorkowski persönlich dafür gesorgt, dass dem Kremlkritiker während seiner zehnjährigen Lagerhaft keine Gewalt angetan wurde. „Putin hatte verboten, mich umzubringen“, sagte Chodorkowski in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Schweizer Zeitungen „Le Matin Dimanche“ und „SonntagsZeitung“.

Auf die Frage, ob er sich dessen ganz sicher sei, antwortete Chodorkowski: „Das ist eine Vermutung. Ich bin mir dessen nicht sofort bewusstgeworden. Doch nach sechs Monaten habe ich begriffen, dass es ein striktes Verbot gab, mich anzurühren.“ Chodorkowski war kurz vor Weihnachten entlassen worden und direkt nach Deutschland gereist.

Er habe lange nicht damit gerechnet, jemals freizukommen, berichtete Chodorkowski. Er lebe nach dem Prinzip „nichts glauben, nichts fürchten, nichts fordern“. Das bewahre vor Enttäuschungen. Der Vorschlag, ein Gnadengesuch zu stellen, sei ihm vom ehemaligen deutschen Außenminister Hans-Dietrich Genscher über dessen Anwalt überbracht worden. „Aber ich wusste, dass der Vorschlag von Putin stammte.“

dpa

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