Hoffnung auf Angela Merkel und ein Leben in Deutschland: Zu Fuß fliehen immer mehr Migranten aus Ungarn. Foto: Zsolt Szigetvary
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Hoffnung auf Angela Merkel und ein Leben in Deutschland: Zu Fuß fliehen immer mehr Migranten aus Ungarn. Foto: Zsolt Szigetvary
Flüchtlinge werden in einer Landeseinrichtung in Moers, Nordrhein-Westfalen, von der Polizei registriert. Rund 100 Bereitschaftspolizisten helfen aktuell in den Landeseinrichtungen in NRW bei der Registrierung von Flüchtlingen. Foto: Marius Becker
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Flüchtlinge werden in einer Landeseinrichtung in Moers, Nordrhein-Westfalen, von der Polizei registriert. Rund 100 Bereitschaftspolizisten helfen aktuell in den Landeseinrichtungen in NRW bei der Registrierung von Flüchtlingen. Foto: Marius Becker
Angela Merkel mit einem Migranten: Die CSU greift die Kanzlerin für ihre Flüchtlingspolitik scharf an. Foto: Bernd von Jutrczenka
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Angela Merkel mit einem Migranten: Die CSU greift die Kanzlerin für ihre Flüchtlingspolitik scharf an. Foto: Bernd von Jutrczenka
Ein Flüchtling schaut vor der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Horst bei Boizenburg, Mecklenburg-Vorpommern, durch den Zaun der Einrichtung. Foto: Jens Büttner
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Ein Flüchtling schaut vor der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Horst bei Boizenburg, Mecklenburg-Vorpommern, durch den Zaun der Einrichtung. Foto: Jens Büttner
Beim Besuch von Angela Merkel im sächsischen Heidenau skandierten Demonstranten "Volksverräter" - ein politischer Kampfbegriff aus der NS-Zeit. Foto: Jan Woitas
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Beim Besuch von Angela Merkel im sächsischen Heidenau skandierten Demonstranten "Volksverräter" - ein politischer Kampfbegriff aus der NS-Zeit. Foto: Jan Woitas
In der Vorbereitungsklasse der Rosensteinschule in Stuttgart werden Flüchtlingskinder auf die Teilnahme am regulären Schulunterricht vorbereitet. Foto: Wolfram Kastl
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In der Vorbereitungsklasse der Rosensteinschule in Stuttgart werden Flüchtlingskinder auf die Teilnahme am regulären Schulunterricht vorbereitet. Foto: Wolfram Kastl
Markus Söder warnt davor, die "die kulturelle Statik" der Gesellschaft aus dem Gleichgewicht zu bringen. Foto: Andreas Gebert/Archiv
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Markus Söder warnt davor, die "die kulturelle Statik" der Gesellschaft aus dem Gleichgewicht zu bringen. Foto: Andreas Gebert/Archiv
Flüchtlinge schlafen in der Schalterhalle des Hauptbahnhofs in München. Foto: Andreas Gebert
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Flüchtlinge schlafen in der Schalterhalle des Hauptbahnhofs in München. Foto: Andreas Gebert

CSU kritisiert massiv Merkels Flüchtlingspolitik

Erst wenige Tage ist es her, dass Union und SPD gemeinsam ein Paket zur Bewältigung des Flüchtlingszustroms beschlossen haben. Doch die CSU schießt weiter quer. Und macht auch vor der Kanzlerin nicht halt.

Berlin/München (dpa) - Ungeachtet der Einigung von Union und SPD zur Flüchtlingspolitik im Koalitionsausschuss geht die CSU weiter auf Konfrontationskurs. Bayerns Finanzminister Markus Söder sprach von einer Überforderung Deutschlands durch den Zustrom Hunderttausender Flüchtlinge.

Der frühere Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich warnte: "Wir haben die Kontrolle verloren." Beide CSU-Politiker kritisierten massiv die Entscheidung von Kanzlerin Angela Merkel, Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland frei einreisen zu lassen.

Die CDU-Vorsitzende bekräftigte dagegen erneut, dass Deutschland die Aufgabe bewältigen könne. Die wirtschaftliche Lage sei derzeit gut, sagte Merkel der "Rheinischen Post". "Die Kosten für die Aufnahme der Flüchtlinge können wir tragen."

Dagegen warnte Bayerns Finanzminister Söder im "Münchner Merkur": "Der Zustrom und die Sogwirkung werden erkennbar immer größer. Das beginnt uns zu überfordern." Die Willkommenskultur und Hilfsbereitschaft der Menschen seien beeindruckend. "Aber die Vernunft sagt, dass das langfristig Folgen haben wird. Wenn in diesem Jahr mehr Menschen zuwandern, als hier geboren werden, wirkt sich das auf die kulturelle Statik einer Gesellschaft aus." Deutschland verändere sich derzeit "grundlegender, als wir im Moment vermuten".

Ex-Innenminister Friedrich kritisierte in der "Passauer Neuen Presse", die Entscheidung, die Flüchtlinge aus Ungarn unregistriert ins Land zu lassen, sei "eine beispiellose politische Fehlleistung" der Bundesregierung und werde "verheerende Spätfolgen" haben.

Der CSU-Politiker warnte davor, dass unter den Flüchtlingen auch eine schwer abschätzbare Zahl von IS-Kämpfern und islamistischen Schläfern sei. Er hoffe, dass dieses nicht noch zu einem bösen Erwachen führen werde. "Ich bin jedenfalls überzeugt, dass kein anderes Land der Welt sich so naiv und blauäugig einer solchen Gefahr aussetzen würde."

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), wies die Kritik von Friedrich zurück. "Ich halte das Verhalten der Regierung und das der Bundeskanzlerin für eine der größten Leistungen, die sie bisher erbracht haben", sagte Röttgen am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". "Hans-Peter Friedrich liegt hier völlig falsch."

Söder sagte am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner", er sei sich nicht sicher, ob bei den Bürgerkriegsflüchtlingen "nicht auch der eine oder andere vielleicht auch Bürgerkrieger dabei ist".

Die Sicherheitsbehörden haben der "Passauer Neuen Presse" zufolge schon 29 erwiesene Syrien-Kämpfer unter Asylbewerbern identifiziert.

Umstritten bleibt auch die Finanzierung der Kosten für die Aufnahme und Versorgung der Flüchtlinge. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) verlangte in den "Ruhr Nachrichten" erneut eine stärkere Entlastung der Länder und Kommunen. Unterstützung erhielt sie von SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi, die der "Frankfurter Rundschau" sagte, sollten es mehr als die prognostizierten 800 000 Flüchtlinge in diesem Jahr werden, "muss es auch mehr Geld geben".

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt forderte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Mitarbeiterzahl im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weiter aufzustocken. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner sprach sich in der "Passauer Neuen Presse" dafür aus, auch pensionierte Beamte auf freiwilliger Basis einzusetzen, um beim Bundesamt "schneller die personelle Schlagkraft hochzufahren".

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