Seehofer Söder CSU
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CSU-Chef Horst Seehofer (l.) im März 2015 mit Finanzminister Markus Söder.

"Spiegel"-Bericht

CSU-Machtkampf: Seehofer schmiedet Plan gegen Söder

München - Laut einem Bericht will CSU-Chef Horst Seehofer Finanzminister Markus Söder als Nachfolger verhindern. Dazu will er sich bis 2018 als Parteichef bestätigen lassen.

Wie der Spiegel (Ausgabe 10/2016) berichtet, spitzt sich in der CSU der Machtkampf zwischen Parteichef Horst Seehofer und dem bayerischen Finanzminister Markus Söder zu. In der Partei hieß es von mehreren Seiten, Seehofer sei entschlossen, den Aufstieg Söders zum Parteichef zu verhindern.

Seehofer hat laut Spiegel deswegen eine neue Idee ersonnen: Danach soll es auf dem nächsten Parteitag Ende dieses Jahres eine außerplanmäßige Wahl des Parteivorsitzenden geben, bei der sich Seehofer noch einmal für zwei Jahre im Amt bestätigen lassen will. Ursprünglich war es Seehofers Plan, sein Amt bei der nächsten regulären Wahl Ende 2017 abzugeben. Aus Sicht des Parteichefs hat dies allerdings mehrere Nachteile. Zum einen würde das Gerangel um seine Nachfolge mitten in den Bundestagswahlkampf 2017 fallen. Und falls er Söders Aufstieg nicht verhindern könnte, hätte er dann einen Finanzminister am Kabinettstisch sitzen, der mit der Macht des Parteichefs die Richtlinien der Politik bestimmen würde.

Flüchtlingskrise: Seehofer will bei Eskalation des Streits mit CSU bis 2018 Parteichef bleiben

Eine endgültige Entscheidung über den Plan soll erst fallen, wenn der weitere Verlauf der Flüchtlingskrise absehbar ist. Sollte der Streit mit der CDU weiter eskalieren, sei Seehofer entschlossen, bis 2018 Parteichef zu bleiben.

In Seehofers Umfeld hieß es, Söder habe sich zuletzt mehrere "Fouls" geleistet. So habe er in der Flüchtlingskrise ohne Abstimmung mit den Parteichefs eine "Generalaussprache" der Vorstände von CDU und CSU gefordert. In der CSU wird der Streit zwischen Söder und Seehofer mit zunehmender Sorge beobachtet. Der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber fürchtet, dass sich eine Eskalation kaum noch vermeiden lässt und Söder eine Kampfabstimmung auf dem CSU-Parteitag ansteuert, sollte Seehofer nicht freiwillig weichen.

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