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Der EVP-Fraktionsvorsitzende Manfred Weber (CSU)

Er wirft der rechten Partei Hetze vor

Parteivize Weber mahnt: CSU darf AfD nicht kopieren

München - Innerhalb der CSU bahnt sich eine Debatte über den Umgang mit der AfD an. Parteivize Manfred Weber mahnt ungewöhnlich deutlich ein Umdenken in seiner Partei an.

"Den größten Fehler, den man im Umgang mit Populisten machen kann, ist der Versuch, sie zu kopieren. Das macht sie nur stark", so Weber gegenüber unserer Redaktion. "Als CSU müssen wir der Versuchung widerstehen, populistische Formulierungen zu übernehmen."

Die AfD versuche, den Islam mit Islamisten gleichzusetzen. Weber: "Wer eine Religion generell infrage stellt, betreibt Hetze. Das ist brandgefährlich: Vom Kampf gegen Moscheen zum Kampf gegen Synagogen ist es nur ein kleiner Schritt." Die Politik müsse die Balance schaffen, die Religionsfreiheit als Grundprinzip unseres Landes zu verteidigen, aber mit aller Härte gegen Extremismus vorzugehen.

"Europa gerät ins Rutschen"

Weber äußerte angesichts des Erstarkens von Rechtspopulisten große Sorge über den Zustand der EU. "Ich werde jede Woche sorgenvoller. Europa gerät ins Rutschen", warnte der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion. "Jeder muss sich bewusst sein: Es gibt kein x-beliebiges Reserve-Europa. Vielen ist nicht bewusst, was sie an unserem Europa von heute haben."

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