Dorothee Bär (36).
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Dorothee Bär (36).

Ungewöhnliches Interview

CSU-Politikerin Bär lässt sich im FKK-Bad ablichten

Berlin - Politikerinnen und Politiker zeigen sich üblicherweise sehr hochgeschlossen. Das ist bei Dorothee Bär jetzt anders. Die CSU-Politikerin ließ sich im FKK-Bad ablichten.

Talentiert und schön: Dorothee Bär (36), Parlamentarische Staatssekretärin, gilt als aufsteigende Kraft in der CSU. Der Zeitung Die Welt präsentierte sie jetzt beides: äußere wie innere Werte. In einem FKK-Bad in Berlin, das sie selbst für das Interview vorgeschlagen hatte, stellte sie sich den Fragen einer Journalistin und ließ sich ablichten. Allerdings natürlich nicht nackt, sondern im gepunkteten Bikini. Definitiv ein ungewöhnliches Outfit für Fotos einer Politikerin.

Dafür, dass sie überhaupt etwas anhatte, musste sich Bär eine Rüge anhören. Ein nur mit Handtuch bekleideten Herrn wies sie darauf hin, dass es sich um ein textilfreies Bad handle, berichtet die Journalistin. "Danke für die Information, aber wir haben eine Sondererlaubnis", so Bärs freundliche Antwort.

Bär: "Was 'die Leit' sagen, das hat mich noch nie groß interessiert"

Bär bringt Glamour in die CSU. Und sie stört es rein gar nicht, dass darüber getuschelt wird. Zumal es nicht das erste Mal ist. Im Herbst 2014 sorgte sie für Zoff, weil sie im Dirndl im Bundestag auftauchte. Ist Bär egal. "Mal reden die Leute über mein Dirndl, mal über meine Absätze. Ich hab mir vorgenommen, mich davon nicht beeindrucken zu lassen", sagt sie. "Und wenn die Fotos Aufmerksamkeit aufs Schwimmen lenken, bin ich als langjährige Vorsitzende der Wasserwacht mehr als zufrieden. Das ist der einzige Sport, den nicht zu beherrschen tödlich sein kann."

Natürlich spricht Bär in dem Welt-Interview auch über Sachthemen. Die Frauenquote ("Ich trete stark für die Frauenquote ein") oder die Maut ("Wir schließen eine Gerechtigkeitslücke und haben noch dazu jährlich eine halbe Milliarde Euro Zusatzeinnahmen").

Doch Bär weiß: Beim Schwimmbad-Interview wird wohl auch der Rahmen im Gedächtnis bleiben und nicht nur der Inhalt. Aber: "Was 'die Leit' sagen, das hat mich noch nie groß interessiert. Mal sehen, wie sie auf ein Interview im Schwimmbad reagieren", sagt sie. Schlimmstenfalls werde sie alles wieder einholen, so die 36-Jährige. "Fotos im Schwimmbad, das ist schon außerhalb der Komfortzone." Aber warum denn auch nicht? Schön, dass sich eine Politikerin mal was traut ...

lin

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