Jacek Kurski (M) ist neuer Chef des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders TVP. Foto: Jacek Turczyk
+
Jacek Kurski (M) ist neuer Chef des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders TVP. Foto: Jacek Turczyk

In fast 20 Städten

Demonstrationen für Medienfreiheit in Polen

Warschau - Mit Protestaktionen in fast 20 polnischen Städten demonstrieren Gegner des neuen Mediengesetzes in Polen für freie Medien.

Zu den Kundgebungen hat das Komitee zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen, das schon im Dezember Zehntausende Gegner der regierenden Nationalkonservativen mobilisiert hatte.

Gestern ist das umstrittene Gesetz in Kraft getreten. Es ermöglicht Regierungsvertretern die Vergabe von Spitzenposten in den öffentlich-rechtlichen Medien. Noch am gleichen Tag wurden neue Fernseh- und Rundfunkchefs ernannt.

Der nationalkonservative Politiker und Journalist Jacek Kurski wurde neuer Chef des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders TVP. Er kündigte in einer ersten Stellungnahme den Schutz der "Freiheit und Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Fernsehens von der Welt der Politik" an, zog Vergleiche mit der britischen BBC, für die auch Kurski einmal tätig war.

Gleichzeitig sagte er, unter seiner Führung solle TVP alles tun, um eine nationale Gemeinschaft aufzubauen und ein Medium zu sein, "dass die Polen zu großen Zielen vereinen kann."

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

87 Leichen von Flüchtlingen an Strand in Libyen gefunden

Tripolis - An einem Strand in Libyen sind die Leichen von 87 Flüchtlingen gefunden worden, die offenbar bei einem Schiffsunglück auf der Überfahrt nach Europa ums Leben …
87 Leichen von Flüchtlingen an Strand in Libyen gefunden

Sanders beschwört Anhänger: Wählt Hillary Clinton

Philadelphia (dpa) - Kurz vor dem offiziellen Auftakt des Parteitages des Demokraten hat der unterlegene Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders seine Anhänger …
Sanders beschwört Anhänger: Wählt Hillary Clinton

Seehofer: "Die Lage ist ernst und bedrohlich"

München - Im Interview mit dem Münchner Merkur spricht Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) über Angst, die bisherige Abschiebepraxis - und wie Gefahren künftig …
Seehofer: "Die Lage ist ernst und bedrohlich"

Anschläge und Asylpolitik: Gefährliche Warteschleifen

München - Abschiebung oder echte Bleibeperspektive? Diese Entscheidung muss auch im Sinne der Asylbewerber viel schneller fallen - und auch konsequent umgesetzt werden.  
Anschläge und Asylpolitik: Gefährliche Warteschleifen

Kommentare