Hooligans provozieren die Polizisten. Foto: Oliver Berg
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Hooligans provozieren die Polizisten. Foto: Oliver Berg
Peter Jung, Oberbürgermeister von Wuppertal, ermutigte die Bürger dazu, gegen die Antidemokraten zu protestieren. Foto: Matthias Balk/Archiv
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Peter Jung, Oberbürgermeister von Wuppertal, ermutigte die Bürger dazu, gegen die Antidemokraten zu protestieren. Foto: Matthias Balk/Archiv
Ein Polizist versucht die Teilnehmer der Salafisten-Demonstration Gegendemonstranten zu schützen. Foto: Marius Becker
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Ein Polizist versucht die Teilnehmer der Salafisten-Demonstration Gegendemonstranten zu schützen. Foto: Marius Becker
Die Schwebebahn wirkt außerordentlich gut bewacht. Foto: Oliver Berg
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Die Schwebebahn wirkt außerordentlich gut bewacht. Foto: Oliver Berg
Viele Menschen sind auf die Straße gegangen, um gegen die Aufmärsche zu demonstrieren. Foto: Marius Becker
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Viele Menschen sind auf die Straße gegangen, um gegen die Aufmärsche zu demonstrieren. Foto: Marius Becker
Polizisten und Wasserwerfer stehen in Wuppertal bereit. Foto: Oliver Berg Marius Becker
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Polizisten und Wasserwerfer stehen in Wuppertal bereit. Foto: Oliver Berg Marius Becker

Ausschreitungen bei Pegida und Salafisten in Wuppertal

Eine Stadt im Ausnahmezustand: Ein brisanter Mix von Extremisten hatte sich am Samstag in Wuppertal angekündigt. Besonders aggressiv zeigten sich rechte Hooligans.

Wuppertal (dpa) - Bei Kundgebungen von Salafisten einerseits sowie Rechtsextremisten und Pegida-Bewegung andererseits hat es am Samstag in Wuppertal Ausschreitungen gegeben. Die Pegida-Demonstration wurde von der Polizei daraufhin gestoppt und vom Veranstaltungsleiter für beendet erklärt.

Zuvor hatten Vermummte Flaschen und Böller auf Polizisten geworfen. Zu Rangeleien kam es auch, als Polizisten die Teilnehmer einer parallelen Salafisten-Kundgebung durchsuchten.

Insgesamt waren nach Einschätzung der Polizei deutlich weniger als die erwarteten 3000 Demonstranten in der Stadt. Zu der Pegida-Kundgebung kamen rund 800 statt der erwarteten 2000 Menschen, darunter auch vermummte Neonazis und Hooligans. Bei den Salafisten waren es rund 200 statt der erwarteten 400 Teilnehmer. Weit mehr als 1000 Polizisten waren im Einsatz, unter anderem mit Wasserwerfern.

Zeitgleiche Demonstrationen einer solch brisanten Mischung - Hooligans, Rechtsradikale, Islamisten und linke Autonome - hat es nach Polizeiangaben in Deutschland noch nicht gegeben.

Schon vor Beginn mussten Reiterstaffeln der Polizei Hooligans und Antifaschisten auseinanderhalten. Pegida-Gründer Lutz Bachmann rief auf der Bühne seiner Gruppe dazu auf, friedlich zu bleiben. "Macht jetzt nicht alles kaputt", bat er - vergeblich.

Die Veranstalter brachen die Pegida-Kundgebung schließlich ab und kritisierten, dass ihnen ein zunächst genehmigter Marsch durch Wuppertal von der Polizei aus Sicherheitsgründen verwehrt wurde. Hooligans versuchten daraufhin, eine Polizeisperre in Richtung der Gegendemonstranten zu durchbrechen, scheiterten aber an den Beamten.

Gegen die Salafisten-Kundgebung, bei der auch der radikale Prediger Sven Lau auftrat, protestierten auch mehrere hundert Gegendemonstranten abseits von Pegida, darunter viele Kurden. Vereinzelt flogen Eier. Vor der Synagoge kamen Bürger zusammen, um sie symbolisch zu schützen. "Es ist ein Unding, dass die Salafisten sich in Sichtweite einer Synagoge versammeln. Ich möchte nicht, dass solchen Leuten das Feld überlassen wird", sagte ein 63-Jähriger.

Teile der Innenstadt waren für den Autoverkehr gesperrt, Läden hatten geschlossen, Hotels wurden von Security-Personal gesichert.

Ende Oktober 2014 war es bei einer Kundgebung der Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" (Hogesa) in Köln zu schweren Krawallen gekommen. Salafisten hatten sich ihrerseits bereits 2012 in Solingen und Bonn Straßenschlachten mit der Polizei geliefert.

"Auf ein Wort" des Wuppertaler Oberbürgermeisters

Wuppertaler Initiative

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