+
Alenka Bratusek.

Laut Jean-Claude Juncker

Designierte EU-Kommissarin Bratusek geht

Brüssel - Nach Aussage des zukünftigen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker zieht sich Alena Bratusek, designierte EU-Kommissarin zurück.

Die Slowenin Alenka Bratusek will nach ihrem Scheitern im Europaparlament nicht mehr EU-Kommissarin werden. Er habe die Nachricht am Donnerstag erhalten, teilte der künftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel mit.

„Ihre Entscheidung zeigt ihr Engagement für die Europäische Union, für Slowenien und für das demokratische Verfahren“, erklärte der christsoziale Juncker.

Mit ihrem Rücktritt helfe sie ihm, die Zusammensetzung seiner neuen Kommission abzuschließen. Die neue Kommission soll am 1. November starten. Slowenien muss nun nach Angaben von Diplomaten einen neuen Anwärter benennen.

Abgeordnete der Parlaments-Ausschüsse für Umwelt und Industrie hatten am Mittwoch mit großer Mehrheit die sozialliberale Bratusek zurückgewiesen. Sie war für den herausgehobenen Posten einer Vizepräsidentin für die europäischen Energieunion vorgesehen.

Schon nach dem Votum galt die frühere Regierungschefin Sloweniens als untragbar. Ihr wurde vorgeworfen, sich de facto selbst für das Brüsseler Amt nominiert zu haben. Die anderen 26 Kommissare der neuen Juncker-Kommission bestanden hingegen die Hearings im Parlament. Allerdings wurde der ungarische Kandidat Tibor Navracsics nicht für das Kulturressort bestätigt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kristina Schröder fürchtet Unfreiheit durch Sexismus-Debatte

Berlin - Die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat zur Mäßigung in der Sexismusdebatte aufgerufen, die zurzeit vor allem in der Union geführt …
Kristina Schröder fürchtet Unfreiheit durch Sexismus-Debatte

Das wissen wir über die Anschläge in Dresden - das nicht

Dresden - Die Vorbereitungen für die Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden werden von zwei Anschlägen überschattet. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, …
Das wissen wir über die Anschläge in Dresden - das nicht

Seehofer verspricht "größte Steuersenkung aller Zeiten"

München – Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) beschleunigt die Startbahn-Debatte. In seiner Regierungserklärung am Mittwochnachmittag scheint eine Entscheidung über …
Seehofer verspricht "größte Steuersenkung aller Zeiten"

Vor Bundestags-Treffen Kritik an Draghis Niedrigzins-Politik

EZB-Präsident Draghi muss sich auf harte Fragen der Bundestags-Abgeordneten einstellen. Denn die extrem niedrigen Zinsen machen Sparern seit langem zu schaffen - und …
Vor Bundestags-Treffen Kritik an Draghis Niedrigzins-Politik

Kommentare