Stau an der deutsch-österreichischen Grenze. Bereits am Sonntagabend waren im Grenzgebiet zu Österreich Kontrollpunkte eingerichtet worden. Foto: Barbara Gindl
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Stau an der deutsch-österreichischen Grenze. Bereits am Sonntagabend waren im Grenzgebiet zu Österreich Kontrollpunkte eingerichtet worden. Foto: Barbara Gindl
In München sind unterdessen die Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen gesprengt worden. Es gibt nicht genügend Notunterkünfte. Viele Flüchtlinge übernachten in der Bahnhofshalle. Foto: Sven Hoppe
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In München sind unterdessen die Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen gesprengt worden. Es gibt nicht genügend Notunterkünfte. Viele Flüchtlinge übernachten in der Bahnhofshalle. Foto: Sven Hoppe
Flüchtlinge nach ihrer Ankunft am Münchner Hauptbahnhof. Foto: Sven Hoppe
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Flüchtlinge nach ihrer Ankunft am Münchner Hauptbahnhof. Foto: Sven Hoppe
Die Behörden in München bereiten sich darauf vor, die Olympiahalle als Übernachtungsstätte für Flüchtlinge herzurichten, da es an Notunterkünften fehlt. Foto: Sven Hoppe
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Die Behörden in München bereiten sich darauf vor, die Olympiahalle als Übernachtungsstätte für Flüchtlinge herzurichten, da es an Notunterkünften fehlt. Foto: Sven Hoppe
Eine Stadt im Ausnahmezustand: Ein Trachtler schaut am Hauptbahnhof München auf einen Bus voller Flüchtlinge. Die Zahl der Flüchtlinge, die in der bayrischen Hauptstadt ankommen, wird nicht kleiner. Foto: Nicolas Armer
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Eine Stadt im Ausnahmezustand: Ein Trachtler schaut am Hauptbahnhof München auf einen Bus voller Flüchtlinge. Die Zahl der Flüchtlinge, die in der bayrischen Hauptstadt ankommen, wird nicht kleiner. Foto: Nicolas Armer
Flüchtlinge verlassen eine Registrierungsstelle in Mazedonien. Sie machen sich auf den Weg zu Bussen, die sie nach Serbien bringen werden. Von dort versuchen die meisten über Ungarn nach Deutschland zu fliehen. Foto: Georgi Licovski
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Flüchtlinge verlassen eine Registrierungsstelle in Mazedonien. Sie machen sich auf den Weg zu Bussen, die sie nach Serbien bringen werden. Von dort versuchen die meisten über Ungarn nach Deutschland zu fliehen. Foto: Georgi Licovski
Ankommende Flüchtlinge werden am Bahnhof von Uelzen (Niedersachsen) in einem Behandlungszelt von medizinischen Personal in Schutzanzügen behandelt. Foto: Philipp Schulze
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Ankommende Flüchtlinge werden am Bahnhof von Uelzen (Niedersachsen) in einem Behandlungszelt von medizinischen Personal in Schutzanzügen behandelt. Foto: Philipp Schulze
Ungewisse Zukunft - Ein Flüchtlingskind blickt am Bahnhof von Uelzen (Niedersachsen) aus einem ankommenden Zug. Foto: Philipp Schulze
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Ungewisse Zukunft - Ein Flüchtlingskind blickt am Bahnhof von Uelzen (Niedersachsen) aus einem ankommenden Zug. Foto: Philipp Schulze

Deutschland kontrolliert wieder an den Grenzen

Deutschland kontrolliert seit Sonntagabend wieder die Grenze zu Österreich. Zunächst aber offenbar nur sporadisch. Ob das Flüchtlinge aufhalten kann, muss sich zeigen. Ob der Schritt Eindruck auf die in Brüssel tagenden EU-Innenminister macht, ist ebenfalls offen.

Berlin/Brüssel/Bad Reichenhall (dpa) - Nach der Einführung von Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze ist es zu Staus an den Grenzübergängen gekommen.

Auf der A8 bei Bad Reichenhall standen die Fahrer auf einer Länge von rund drei Kilometern, wie das Verkehrslagezentrum in Rosenheim berichtete. Auf der Autobahn 3 bei Passau waren es dem Bayerischen Rundfunk zufolge sechs Kilometer. Die Straßen waren nach Angaben der Bundespolizei auf eine Spur verengt worden, um die am Sonntag verfügten Grenzkontrollen durchzuführen.

Am Grenzübergang in Freilassing griffen die Beamten in den frühen Morgenstunden drei Schleuser auf, wie eine Sprecherin am Morgen berichtete. Sonst sei die Nacht ruhig verlaufen.

Für Montagvormittag rechneten die Beamten mit einem erneuten Anstieg der Flüchtlingszahlen an den Grenzübergängen. Nach der Wiederaufnahme des Zugverkehrs zwischen Deutschland und Österreich um 7.00 Uhr würden auch Zugreisende an den Grenzen oder in nahen Bahnhöfen kontrolliert, teilte die Sprecherin der Bundespolizei mit.

Ausgenommen von der Wiederaufnahme des Zugverkehr blieb zunächst die Strecke zwischen Salzburg und München. Dort befanden sich einem Bahn-Sprecher zufolge Menschen auf den Gleisen.

Unterdessen hat die Deutsche Bahn den Zugverkehr zwischen Deutschland und Österreich um 7.00 Uhr teilweise wieder aufgenommen. Ausgenommen ist zunächst die Strecke zwischen Salzburg und München. Dort befänden sich Menschen auf den Bahngleisen, weshalb hier noch nicht gefahren werden könne, sagte ein Bahn-Sprecher in Berlin.

Am Sonntagnachmittag war der Zugverkehr zwischen den beiden Ländern auf Weisung der Bundesbehörden unterbrochen worden.

Die eingeführten Kontrollen an der Grenze zu Österreich werden laut CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer aufrechterhalten, "solange nicht ganz konkrete Beschlüsse in Europa gefasst werden". Diese Beschlüsse erwarte er von dem Treffen der EU-Innenminister am Montag in Brüssel, sagte er im ZDF-"Morgenmagazin". Konkret geht es bei dem Treffen um die Verteilung von 120 000 Flüchtlingen aus Griechenland, Italien und Ungarn auf andere EU-Länder.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nannte die Grenzkontrollen eine "Atempause". "Unsere Aufnahmesysteme sind jetzt wirklich überstrapaziert", sagte er im ZDF. Eine dauerhafte Lösung sei das jetzt allerdings nicht.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte am Sonntag angekündigt, wegen des unkontrollierten Flüchtlingszustroms wieder Grenzkontrollen einzuführen. Am selben Abend richtete die Polizei im Grenzgebiet zu Österreich Kontrollpunkte ein.

Kritik an den Kontrollen kam von der Opposition. "Die Flüchtlinge sind ja damit nicht aus der Welt, sondern wir verlagern das Problem an das jeweils nächste Land", sagte der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir am Montag im Deutschlandfunk.

Eurostat zur Zahl der Asylbewerber in der EU 2014

Eurostat Statistiken über Asyl

Pro Asyl-Zahlen & Fakten zu Asyl in Europa

Informationen der EU-Kommission zur Migrationspolitik

HRW-Mitteilung über Zustände in ungarischen Lagern, Englisch

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