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Der künftige US-Präsident? Donald Trump wird allem Anschein nach der Kandidat der Republikaner.

Milliardär tritt wohl zur Wahl an

Trump for president? So gefährlich ist der Republikaner

München - Donald Trump ist auf dem besten Weg, als Kandidat der Republikaner ins Duell um die US-Präsidentschaft geschickt zu werden. Der Milliardär liebt sein Land - nur sein Land.

Nach den Vorwahlen in elf Bundesstaaten am Super Tuesday stehen die Kontrahenten im Kampf um das Amt des 45. US-Präsidenten so gut wie fest: Hillary Clinton (68) und Donald Trump (69) für die Republikaner. Der eigenwillige Milliardär ist beleibe nicht Favorit seiner Partei, doch seine Mitbewerber Ted Cruz und Marco Rubio haben nur Achtungserfolge errungen. Der lange Zeit belächelte Immobilientycoon aus New York City, mit seiner künstlichen Bräune, seiner Wahrzeichen-Föhnwelle, seinen Grimassen und seinen deftigen und doch unbedarften Sprüchen, könnte tatsächlich ins Weiße Haus einziehen. Wie gefährlich wäre das?

Was würde Präsident Trump für Deutschland bedeuten?

Hierzulande wird der Aufstieg des Unternehmers zum Präsidentschaftskandidaten mit Fassungslosigkeit verfolgt. 74 Prozent der Deutschen würden laut BamS Hillary Clinton wählen, nur acht Prozent Trump. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hegt die größten Vorbehalte gegen ihn. Jürgen Hardt, Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit, sieht im Falle eines Trump-Siegs "eine große Herausforderung auf Deutschland und Europa zukommen". Am Mittwoch griff "The Donald" erneut Deutschland und seine Flüchtlingspolitik an. Den Deutschen drohe deshalb ein "radikalislamischer Terrorismus".

Wie sähe Trumps Außen­politik aus?

"Amerika ist das großartigste Land, das es je gab." Dieses Credo steht über allem. Diplomatie ist nicht seine Sache im Umgang mit Problemen und anderen Ländern. Er poltert gegen den Atomdeal mit dem Iran und will mehr Militär in den Nahen Osten schicken. Die Terrormiliz Islamischer Staat will er "in die Hölle bomben". Insgesamt ist Politik für Trump eine Fortsetzung von Wirtschaft mit anderen Mitteln. Seine Devise für die Nation, die er persönlich immer verfolgt hat: Immer an den eigenen Vorteil denken, und zwar im großen Stil.

Würde so zumindest die Wirtschaft florieren?

Trump inmitten seiner Anhänger.

Der Unternehmer Trump selbst hatte Erfolg, sein Vermögen wird - nach vier Bankrotterklärungen im Laufe seiner Karriere - auf 4,5 bis 10 Milliarden Dollar geschätzt. Seine Pläne: eine grundlegende Steuer­reform mit Erleichterungen für US-Unternehmer (höchstens 15 Prozent). Strafsteuern sollen die zahlen, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, Einfuhrzölle sollen erhöht werden. Allerdings konnten Ökonomieprofessoren bisher noch keinen in sich stimmigen Plan aus Trumps Programmpunkten herausfiltern. Es wird nicht ausgeschlossen, dass die Wirtschaft durch Trumps Steuerreform wachsen würde, viel mehr aber das Defizit und die Gesamtschulden. Die Mittel für z. B. Bildung und Soziales würden geschrumpft.

Wer würde in den USA unter Trump leiden?

Vor allem die elf Millionen Mexikaner ("Kriminelle, Vergewaltiger"), die er schnellstmöglich abschieben will. Trump hat vor, eine Mauer an der Grenze zu bauen und von Mexiko bezahlen lassen. Nicht bedacht hat er dabei laut Kritikern, welchen Schaden der Arbeitnehmerverlust für die US-Wirtschaft hätte: Das konservative American Action Forum schätzt, dass Trumps Einwanderungsgesetz das nationale Budget 400 bis 600 Milliarden Dollar kosten würde. Das Bruttosozialprodukt würde um 1,6 Billionen Dollar gesenkt.

Gäbe es bei Trump noch Sozialpolitik?

Die Krankenversicherung für alle, Obamacare, will er abschaffen, Sozialhilfe und Medicare (für Ältere) aber beibehalten. Das Recht auf Abtreibung wäre Geschichte, die Homoehe auch. Trump findet nichts Verwerfliches an sexistischen Bemerkungen gegenüber Frauen. Und bei Rassenunruhen sieht er generell die Schwarzen als Verantwortliche. BW

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