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Donald Trump sorgte auf einer Wahlkampfveranstaltung in Ashburn (Virginia) für einen weiteren Eklat.

Präsidentschaftskandidat der Republikaner

Der nächste Eklat - so reagiert Trump auf weinendes Baby

Ashburn - Donald Trump will Präsident der Vereinigten Staaten werden. Auf dem Weg zu den Wahlen im November wartete der 70-Jährige nun mit einem neuerlichen Skandal auf.

Im November wird in den USA ein neuer Präsident oder eine neue Präsidentin gewählt. Hillary Clinton vereint dabei die Hoffnungen der Demokraten auf sich, für das republikanische Lager geht Donald Trump an den Start.

Jüngst hatte der Unternehmer und für Skandale bekannte Trump mit seinen beleidigenden Äußerungen über die Eltern einesgefallenen muslimischen US-Soldaten für Entsetzen gesorgt. Khizr Khan, der Vater des getöteten Soldaten, wirke zwar wie ein guter Typ, Khans Frau aber, die während der Rede ihres Mannes schweigend daneben gestanden hatte, kommentierte Trump mit den Worten: "Sie hatte nichts zu sagen (...), vielleicht war es ihr nicht erlaubt, etwas zu sagen." 

Trump wittert Wahlbetrug im November

Dieser Skandal hatte sich nahtlos in die Reihe von Trumps bisherigen Ausfällen eingereiht. Pöbelnd forderte der Sohn eines Immobilienunternehmers beispielsweise eine Mauer an der mexikanischen Grenze oder auch ein generelles Einreiseverbot für Muslime. 

Zuletzt hatte er sogar vorbeugend von Wahlbetrug bezüglich der Abstimmung im November gesprochen: "Ich fürchte, die Wahl wird manipuliert werden, wenn ich ehrlich bin", erklärte Trump auf einer Wahlkundgebung in Columbus (Ohio).

Bizarrer Auftritt bei Wahlkampfveranstaltung

Der Aufschrei über seine jüngste Kontroverse ist nun also noch nicht verklungen, da macht Donald Trump einmal mehr mit einem bizarren Auftritt von sich reden. 

Der republikanische Präsidentschaftskandidat sprach am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ashburn, als im Publikum ein Kleinkind zu weinen begann. „Ich liebe Babys“, sagte Trump daraufhin. „Was für ein Baby! Was für ein wunderschönes Baby (...) Es ist jung und schön und gesund und so wollen wir es.“ Vom Publikum erntete Trump dafür Applaus. Doch die aufgesetzte Lockerheit des Präsidentschaftskandidaten schien nicht lange anzuhalten. 

Trump: "Schafft das Baby raus"

Kurze Zeit später schrie das Kind erneut. Trump erklärte: „Ich habe eigentlich nur Spaß gemacht. Schafft das Baby raus. Ich glaube, sie (die Mutter) hat mir tatsächlich geglaubt, dass ich es liebe, wenn ein Baby schreit, wenn ich rede. Das ist ok. Leute verstehen nicht. Das ist ok", erklärte der Präsidentschaftskandidat der Republikaner mit leicht überheblichem Unterton. Erneut gab es Applaus von der Menge.

Zuletzt hatte sogar Präsident Barack Obama auf den umstrittenen Trump reagiert und ihm die Tauglichkeit für das Amt abgesprochen. Trump sei "ungeeignet" für das höchste Staatsamt und leiste sich mehr als nur den "gelegentlichen Ausrutscher". Ob der neuerliche Skandal dem lautstarken Milliardär schaden oder nutzen wird, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Mit den Äußerungen über die Eltern des gefallenen US-Soldaten hatte Trump letztlich ein Eigentor geschossen und war in Umfragen stark abgefallen.

Trump führt die Republikaner in die Präsidentenwahl

Verfolgen Sie hier die US-Wahl in unserem News-Blog.

dpa/sdm

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