Donald Trump nimmt nicht an der letzten TV-Debatte teil wegen eines Streits mit dem Sender Fox News.
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Donald Trump nimmt nicht an der letzten TV-Debatte teil wegen eines Streits mit dem Sender Fox News.

"Mr. Trump spielt keine Spielchen"

Weil ihm Moderatorin nicht passt: Donald Trump sagt TV-Debatte ab

Washington - Donald Trump wird nicht an der letzten TV-Debatte der Republikaner vor dem wichtigen Start der US-Vorwahlen in Iowa teilnehmen. Er sagte ab - unter anderem, weil ihm die Moderatorin nicht passt.

Laut, provokativ und bewusst politisch unkorrekt: US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat wenige Tage vor der ersten Vorwahl in Iowa eine wichtige TV-Debatte boykottiert und damit erneut bewusst mit Konventionen gebrochen. Zuvor hatte er seine Anhänger auf Sozialen Netzwerken befragt, ob er an der Debatte teilnehmen solle und viel Unterstützung für seinen Schritt erhalten.

Der New Yorker Trump, der in den Umfragen in Iowa knapp vor seinem erzkonservativen Kontrahenten Ted Cruz aus Texas liegt, geht damit ein großes Risiko. Er legt sich mit dem wichtigsten Fernsehsender des konservativen Lagers an, der breite Wählerschichten vor allem in fundamental christlichen Kreisen anspricht. Andererseits gab es in der TV-Geschichte Beispiele für erfolgreiches Fernbleiben - so verweigerte der britische Premierminister David Cameron ein Aufeinandertreffen mit seinem Herausforderer Ed Miliband und gewann die Parlamentswahl in Großbritannien.

In Iowa werden am 1. Februar bei der Vorwahl die Kandidaten der Parteien für die Präsidentschaftswahl im November bestimmt. Der kleine Staat im Mittleren Westen gilt als konservativ und stark evangelikal-christlich orientiert. In den vergangenen Tagen waren wiederholt Mitschnitte von Trumps Reden aus der Vergangenheit aufgetaucht, in denen er sich etwa zu Themen wie Abtreibung und christlichen Werten anders äußerte als im Wahlkampf. Kommentatoren mutmaßten am Mittwoch, er wolle sich mit seinem Boykott einem möglicherweise nachteiligen Kreuzverhör zu Sozialthemen entziehen.

"Ich möchte, dass er sich mir stellt"

Cruz forderte Trump umgehend zum Rededuell auf. „Ich möchte, dass er sich mir stellt, zu jeder Zeit zwischen jetzt und der Iowa-Vorwahl“, sagte er. Auf Twitter veröffentlichte er eine Karikatur unter dem Titel „Ducking Donald“. Trump ist darauf als Zeichentrickfigur mit Geldsäcken zu sehen.

Trumps Management bestätigte am Dienstagabend, die Entscheidung sei definitiv. Er wolle stattdessen auf einer Veranstaltung in Iowa reden, deren Erlös verwundeten Kriegsveteranen zu Gute kommt - ein Herzensanliegen vor allem der politischen Rechten in den USA. Viele Kommentatoren glauben jedoch, Trump könnte sich doch noch auf die Bühne bitten lassen.

Hintergrund ist ein lange schwelender Streit Trumps mit dem Sender Fox News, dem Gastgeber der Veranstaltung am Donnerstagabend. Trump war im Wahlkampf in einer frühen TV-Debatte mit Megyn Kelly aneinandergeraten, einer Fox-Starmoderatorin. Sie wird eine der Fragestellerinnen der nächsten Debatte sein. „Ich nenne sie nicht eine Tussi, aber ich nenne sie ein Leichtgewicht“, sagte Trump über die Moderatorin.

Der konservative Sender hatte sich am Dienstag verwundert gezeigt, dass Trump sich anhaltend über Kelly beschwere: Trump habe womöglich Angst vor Kelly, jedenfalls könne er sich die Journalisten nicht aussuchen, denen er begegne. Im Internet kursierte eine Notiz, in der Fox News scherzhaft behauptet, ein Präsident Trump würde auch einem Treffen mit dem iranischen Ajatollah (Chamenei) und Russlands Präsident Wladimir Putin absagen. Zuvor befrage er seine Fans bei Twitter und Instagram, ob er mit den Staatsmännern reden solle. Trump nannte das Statement „eine Schande für gutes Fernsehen und guten Journalismus.“

dpa

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