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Donald Trump wird sehr wahrscheinlich als US-Präsident für die Republikaner kandidieren.

Cruz und Kasich geben auf

Trump-Sieg: Das sind die Folgen für die Republikaner

München - Donald Trump steht als Kandidat für die US-Präsidentschaftswahl im November fest. Sein ärgster Konkurrent Ted Cruz gab auf. Ebenso der letzte verbliebene Kontrahent John Kasich. Das hat weitreichende Konsequenzen.

Ted Cruz hat abgedankt. Der Gouverneur von Texas zog die Konsequenzen aus der Niederlage am Mittwoch in Indiana gegen Donald Trump und legte seine Kandidatur nieder. Damit hat Trump die gesamten Konkurrenten innerhalb der Republikaner aus dem Weg geräumt. Welche Folgen hat das?

Trump wird für die Republikaner sehr sicher als Präsident kandidieren. Mit John Kasich war kurze Zeit noch ein weiterer Bewerber im Rennen, allerdings weit abgeschlagen mit über 700 Delegierten weniger. Er setzte darauf, die Nominierung auf dem Parteitag der Republikaner im Juli per Kampfabstimmung zu gewinnen, erklärte Kasichs Chefstratege. Optimistisch, aber wohl nicht zielführend. Nur wenige Stunden nach Cruz beendete dann auch Kasich sein Rennen um die Kandidatur

Trump steht vor einer schwierigen Aufgabe

Mit wem Trump sich im anschließenden Wahlkampf beharken wird, ist noch offen. Bernie Sanders gewann die Vorwahl der Demokraten, trotzdem ist der Vorsprung von Hillary Clinton groß. Bestimmt werden die beiden Kandidaten schließlich auf dem Parteitag.

Die schwierige Aufgabe von Trump nach den Parteitagen: Er muss die Wähler auf seine Seite ziehen, deren Favoriten er bislang teils unter der Gürtellinie attackierte. Denn eines steht fest: "Die Republikaner" als homogene Kategorie gibt es nicht mehr. Trump polarisiert innerhalb seiner eigenen Partei und so könnten einige Clinton bevorzugen, um den umstrittenen Trump als Präsidenten zu verhindern. Der republikanische Parteichef Reince Priebus rief deshalb seine Partei zur Einheit auf: "Wir müssen uns alle vereinen und uns darauf konzentrieren, Hillary Clinton zu schlagen."

In den kommenden Monaten muss Trump diese Stimmen wieder einfangen. Dazu müsste er auf seinen derben und extremen Stil verzichtet. Ob er das macht, wird sich bei den nächsten Auftritten zeigen. Auch wie Trump im direkten Duell gegen Clinton agiert, wird entscheidend sein.

Folgen bei einer weiteren Niederlage

Es ist ein weiter Weg, aber trotzdem stellt sich die Frage, was passiert, falls Trump gegen Clinton verliert. Es wäre die dritte Niederlage der Republikaner in Folge. Die Partei müsste neu aufgebaut werden und dafür käme wohl nur Paul Ryan in Frage. Der Speaker im Repräsentantenhaus ist im bisherigen Wahlkampf von keinem Kandidaten beschädigt worden. Er wird von allen Flügeln der Partei respektiert, steht für große Ideen und will den Staat umbauen.

Im Gegensatz dazu schaltete Trump seine Gegner meist vernichtend aus. Jeb Bush, Ben Carson, Chris Christie, Carly Fiorina, Kim Gilmore, Rand Paul, Marco Rubio und Rick Santorum. In der nächsten Zeit werden diese Mitstreiter wohl kein Comeback schaffen. Ted Cruz, den Trump oft attackierte und sogar dessen Vater in Verbindung mit den Kennedy-Mördern brachte, hat noch die beste Zukunft. Das sagte auch der künftige Kandidat Trump voraus. Er habe eine große Zukunft und sei ein "verdammt harter Konkurrent" gewesen.

Vor der Wahl in Indiana hatten Trump und Clinton ihren Blick bereits über den Staat hinaus gerichtet. Beide stellen sich auf einen erbitterten Zweikampf um das Weiße Haus ein. Und beide bereiten sich bereits mit internen Strategen und externen Beratern auf ein Duell vor. Die Folge: Beide werden wahrscheinlich mit schmutzigen Kampagnen agieren, um das Gegenüber auszustechen.

ms

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