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Donald Trump wurde von einer republikanischen Wahlveranstaltung ausgeladen

"Blut kam raus - wo auch immer"

Nach Beleidigung: Republikaner laden Trump aus

Atlanta - Nach neuen verbalen Entgleisungen: Milliardär und US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump von  Republikanern  ausgeladen.  Finanziell läuft es weiterhin gut für ihn: Der Verkauf einer Luxuswohnung in Manhattan brachte ihm gerade 21 Millionen Dollar ein.

US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ist nach neuen Attacken gegen eine TV-Moderatorin von einer republikanischen Wahlkampfveranstaltung ausgeladen worden. Er habe den Bogen überspannt, sagte Erick Erickson, Gastgeber eines für Samstag geplanten Treffens Sozialkonservativer in Atlanta (Bundesstaat Georgia). Trump sollte dort die Hauptrede halten.

Fox-News-Journalistin Megyn Kelly hatte zusammen mit zwei Kollegen die erste Fernsehdebatte republikanischer Kandidaten am Donnerstagabend (Ortszeit) moderiert. Nach der Veranstaltung beschwerte sich Trump, er sei besonders hart behandelt worden. Insbesondere griff er Kelly an, die ihn nach früheren sexistischen Äußerungen gefragt hatte.

In einem Interview des Senders CNN verschärfte Trump seine Kritik noch. Er bezeichnete Kelly als ein „Leichtgewicht“ und sagte, er habe keinen Respekt vor ihr. Dann fuhr er fort: „Man konnte sehen, dass Blut aus ihren Augen kam. Blut kam raus - wo auch immer.“

Damit habe er eine Linie überschritten, zitierte CNN Erickson. Auch für Leute, die sich gern schonungslos klar ausdrückten, gebe es eine Grenze - eine Grenze des Anstands. 

Penthouse in Manhattan für 21 Millionen Dollar verkauft

Gute Nachrichten gibt es für Trump aber auch: Für rund 21 Millionen Dollar (etwa 19 Millionen Euro) hat der Immobilien-Tycoon eine seiner Luxuswohnungen in einem Hochhaus an der New Yorker Park Avenue verkauft, wie die „New York Times“ am Samstag berichtete. Neuer Besitzer ist der Supermarktketten-Gründer Ray Berry. Das Penthouse hat zwölf Zimmer und bietet einen Panoramablick auf die Skyline von Manhattan. Bislang hatte Trump die Wohnung für rund 80 000 Dollar im Monat vermietet.

Der Milliardär habe sie aber nicht verkauft, um damit seine Wahlkampfkasse aufzufüllen, sagte Trumps Makler. „Die Wohnung war schon vor der Kampagne auf dem Markt.“ Trump besitzt zahlreiche Luxuswohnungen, vor allem in Manhattan. Sein Hauptwohnsitz ist ein Penthouse im „Trump Tower“ an der Fifth Avenue in der Nähe des Central Parks.

dpa

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