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Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Peter Gauweiler (links) hat die Rolle von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Rücktritt von Bundesagrarminister Hans-Peter Friedrich (CSU) kritisiert.

Friedrich-Rücktritt

Edathy-Affäre: Gauweiler kritisiert Rolle Merkels 

Berlin - Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Peter Gauweiler hat die Rolle von Kanzlerin Angela Merkel  (CDU) beim Rücktritt von Bundesagrarminister Hans-Peter Friedrich (CSU) kritisiert.

„Frau Merkel hat überflüssigerweise Herrn Friedrich auch noch unter Druck gesetzt. Ich habe das für völlig unnötig gehalten“, sagte der CSU-Politiker am Sonntag in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“.

Der SPD warf Gauweiler „unfaires Verhalten“ vor und forderte sie auf, Konsequenzen zu ziehen. „Jeder muss vor der eigenen Tür kehren. Das haben die Kollegen der SPD noch vor sich. Sie müssen jetzt sagen, was war das los.“

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hatte am Donnerstag öffentlich gemacht, dass Friedrich der SPD-Spitze als Innenminister im Oktober mitgeteilt hatte, der Name des SPD-Innenpolitikers Sebastian Edathy sei bei Ermittlungen im Ausland aufgetaucht. Friedrich trat am Freitag zurück, nachdem die Unionsspitze ihm am Freitag die Rückendeckung entzogen hatte.

Grünen-Chef Cem Özdemir forderte, sowohl der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel als auch Oppermann müssten am Mittwoch dem Innenausschuss des Bundestages Rede und Antwort stehen. Zudem schloss er nicht aus, dass ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss nötig sein könnte. „Es riecht schon ziemlich kräftig nach einem Untersuchungsausschuss, nach dem, was wir bisher wissen“, sagte er dem ZDF.

dpa

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