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Die niederländische Journalistin Ebru Umar und ihr Anwalt beim verlassen des Polizeigebäudes im türkischen Kusadasi.

Ebru Umar: "Einschüchterungsversuch"

Erdogan-kritische Journalistin Opfer von Einbrechern

Amsterdam - Bei der niederländischen Journalistin, die in der Türkei wegen kritischer Äußerungen über Präsident Recep Tayyip Erdogan kurzzeitig festgenommen wurde, ist eingebrochen worden.

Die Tür ihrer Wohnung in Amsterdam sei "mit viel Gewalt" aufgebrochen worden, sagte Ebru Umar am Montag der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Ihr alter Computer sei gestohlen worden, ergänzte die türkischstämmige Journalistin in der Zeitung "Metro". Umar sprach von einem "Einschüchterungsversuch" und einer "Provokation".

Die Polizei in Amsterdam war zunächst nicht für eine Bestätigung zu erreichen. Umar hatte für die Zeitung "Metro" kürzlich eine sehr kritische Kolumne über Erdogan verfasst und Auszüge daraus im Kurzbotschaftendienst Twitter verbreitet. In der Nacht zum Sonntag wurde sie nach eigenen Angaben von der Polizei aus ihrer Wohnung im westtürkischen Badeort Kusadasi geholt und zur Befragung durch einen Staatsanwalt gebracht. Nach wenigen Stunden wurde die 45-Jährige wieder freigelassen, sie darf die Türkei nach eigenen Angaben aber vorerst nicht verlassen.

In Umars Kolumne ging es um ein Schreiben des türkischen Konsulats in Rotterdam, in dem Türken in den Niederlanden aufgerufen wurden, jede "Beleidigung" Erdogans im Internet zu melden. Das Schreiben hatte für heftige Kritik gesorgt. Das Konsulat sprach anschließend von einem "Missverständnis".

AFP

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