+
Aschraf Ghani und Abdullah Abdullah haben sich geeinigt.

Einheitsregierung beschlossen

Ghani ist neuer Präsident Afganistans

Kabul - Die Wahlkommission in Afghanistan hat den ehemaligen Finanzminister Aschraf Ghani zum künftigen Präsidenten des Landes erklärt.

Sein Kontrahent bei der Stichwahl vom Juni, Ex-Außenminister Abdullah Abdullah, wird eine Art Ministerpräsident in einer Einheitsregierung. Der Chef der Wahlkommission, Jusuf Nuristani, machte am Sonntag in Kabul keine Angaben zum Wahlergebnis. Er vermied ebenfalls, einen Wahlsieger zu erklären. Nuristani folgte damit Forderungen von Abdullah, der die Wahl offenkundig verloren hat.

Nach monatelangem Streit hatten sich Ghani und Abdullah am Sonntag auf eine gemeinsame Einheitsregierung geeinigt. Das Abkommen sieht vor, dass für den Zweitplatzierten bei der Wahl der Posten eines bislang nicht vorgesehenen Ministerpräsidenten geschaffen wird. Außerdem werden hochrangige Ämter in Regierung, Verwaltung und Justiz zwischen den Lagern der beiden Kandidaten aufgeteilt. Nach amerikanischem Vorbild ist in Afghanistan der Präsident laut Verfassung zugleich Staats- und Regierungschef.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

AfD startet Kampagne gegen Rundfunkbeitrag

Berlin (dpa) - Die AfD will, dass der Rundfunkbeitrag abgeschafft wird. Dafür beantragt die Partei in den zehn Landesparlamenten, in denen sie vertreten ist, eine …
AfD startet Kampagne gegen Rundfunkbeitrag

Trumps Schimpftirade belastet Beziehungen zu China

Washington - Erst ein Bruch in der Taiwanpolitik der USA - dann wettert Trump gegen China. Peking will sich vom künftigen US-Präsidenten nicht provozieren lassen, warnt …
Trumps Schimpftirade belastet Beziehungen zu China

Überraschender Stopp für Pipeline in North Dakota

Es ist ein großer Etappensieg für tausende Umweltschützer: Für die umstrittene Ölpipeline in North Dakota soll nach alternativen Routen gesucht werden. In den …
Überraschender Stopp für Pipeline in North Dakota

Merkel, die Populisten und wieder ein Schicksals-Parteitag

Essen - In Österreich gewinnt ein Ex-Grüner gegen den FPÖ-Populisten Hofer. In Italien bricht Merkel mit Renzi ein Verbündeter weg. Keine leichten Vorzeichen für die …
Merkel, die Populisten und wieder ein Schicksals-Parteitag

Kommentare