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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip hat dem US-geführten Bündnis gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einem Medienbericht zufolge wirtschaftliche Motive unterstellt.

Schwere Vorwürfe

Erdogan: Anti-IS-Bündnis geht es nur um Öl

Istanbul - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip hat dem US-geführten Bündnis gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einem Medienbericht zufolge wirtschaftliche Motive unterstellt.

Die von den Amerikanern angeführte Allianz sei erst gegen den IS im Irak und in Syrien vorgegangen, als die Dschihadisten Ölquellen bedroht hätten, sagte Erdogan nach Angaben der regierungsnahen Nachrichtenagentur Anadolu. „Ihre Sorge gilt also nicht den Menschen, sondern dem Öl.“

Erdogan sprach am Donnerstag vor Studenten der Universität Lettlands in Riga. Die Türkei steht unter internationalem Druck, stärker gegen den IS vorzugehen.

Erdogan kritisierte am Donnerstag in Riga erneut die US-Waffenlieferungen für die syrisch-kurdische Partei PYD, deren Kämpfer Kobane gegen den IS verteidigen. Die USA hätten die Waffen gegen den ausdrücklichen Willen der Türkei abgeworfen, sagte Erdogan. Mit den Waffenlieferungen unterstützten die USA eine Terrororganisation. Erdogan hält die PYD ebenso für eine Terrororganisation wie die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK.

Zwar hat die türkische Regierung jede direkte Unterstützung der PYD ausgeschlossen. Sie hat aber zugesagt, Peschmerga-Kämpfer aus dem Nordirak über türkisches Territorium in die nordsyrische Stadt Kobane passieren zu lassen. Erdogan sagte, zunächst würden 200 Peschmerga-Kämpfer die Türkei durchqueren. Auf diese Zahl hätten sich die PYD und die kurdische Autonomieregierung im Nordirak geeinigt.

dpa

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