+
Das Land war vor zwei Jahren nach einer Rebellion muslimischer Aufständischer ins Chaos gestürzt. Foto: Legnan Koula

EU beendet Militäreinsatz in Zentralafrikanischer Republik

Brüssel/Berlin (dpa) - Nach knapp einem Jahr beendet die Europäische Union heute ihren Militäreinsatz in der vom Bürgerkrieg zerrütteten Zentralafrikanischen Republik. Statt wie bisher etwa 750 Soldaten werden den örtlichen Sicherheitsbehörden künftig nur noch bis zu 60 Berater der EU zur Seite stehen.

Die letzten beiden deutschen Soldaten wurden bereits am 18. Februar abgezogen. An der neuen Beratermission ist die Bundeswehr nicht mehr beteiligt.

Die Zentralafrikanische Republik war vor zwei Jahren nach einer Rebellion muslimischer Aufständischer ins Chaos gestürzt. Die Gewalt christlicher und muslimischer Milizen hält bis heute an.

Die EU-Truppe war im Frühjahr 2014 in Bangui stationiert worden, um den Flughafen und weitere Teile der Hauptstadt zu sichern. Bereits zuvor waren etwa 6000 afrikanische und 2000 französische Soldaten in das Land geschickt worden, um die Gewalt einzudämmen.

Die Bundeswehr war mit vier Soldaten in Zentralafrika und sechs Soldaten im Hauptquartier im griechischen Larissa an der EU-Mission beteiligt. Zudem standen ein Sanitätsflugzeug und zwei gemietete Transportflieger in Deutschland zur Verfügung, die aber nie eingesetzt wurden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Achtklässlerin seit Jahren mit Nikab in der Schule

Belm - Eine Achtklässlerin in Niedersachsen erscheint bereits seit drei Jahren vollverschleiert zum Unterricht. Die Schule meldete das aber erst jetzt. Nun soll das …
Achtklässlerin seit Jahren mit Nikab in der Schule

BKA plant Bundestrojaner fürs Handy

Berlin - Das Bundeskriminalamt (BKA) will einem Medienbericht zufolge künftig Smartphones und Tablets von Verdächtigen überwachen können.
BKA plant Bundestrojaner fürs Handy

CDU nahm unzulässige Spenden von Ex-Agent Mauss an

Mainz - Die CDU hat über eine Anwaltskanzlei Spenden von dritter Seite erhalten, mehrere zehntausend Euro. Zumindest über den Spender gibt es nun mehr Klarheit.
CDU nahm unzulässige Spenden von Ex-Agent Mauss an

AfD-Chef Holm soll gegen Landeswahlrecht verstoßen haben

Berlin/Schwerin - Dem Vorsitzenden der AfD-Landtagsfraktion von Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, droht der Verlust seines Parlamentsmandats.
AfD-Chef Holm soll gegen Landeswahlrecht verstoßen haben

Kommentare