31 Milliarden Euro Baukosten

EU-Kommission billigt umstrittenen Akw-Bau

Brüssel - Gut drei Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat die Europäische Kommission dem Bau des umstrittenen britischen Atomkraftwerks Hinkley Point C zugestimmt.

Nach "wesentlichen" Veränderungen verstoße das Projekt nicht gegen die Regeln für staatliche Beihilfen, teilte die Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Umweltgruppen, die Grünen, aber auch mehrere EU-Mitgliedstaaten hatten gegen das Projekt mobil gemacht, das nun grünes Licht aus Brüssel bekommen hat.

Hinkley Point C ist mit zwei Druckwasserreaktoren das erste Akw seit fast zwei Jahrzehnten, das in Großbritannien gebaut wird. Es entsteht im Südwesten Englands am Standort zweier bestehender Kraftwerkseinheiten. Erstellt wird die Anlage durch den französischen Energieriesen EDF mit Unterstützung von chinesischen Partnern. Das Kraftwerk soll ab 2023 ans Netz gehen und dann etwa 60 Jahre Energie liefern. Laut Kommission belaufen sich die Baukosten auf 31 Milliarden Euro.

Im Dezember 2013 hatte die EU-Kommission die Subventionen der britischen Regierung für das Projekt noch in Frage gestellt. Dabei ging es insbesondere um den damals durch London garantierten Stromabnahmepreis für die Betreiber für die ersten 35 Jahre. Großbritannien sei es nun gelungen, "die anfänglichen Zweifel der Kommission auszuräumen", hieß es am Mittwoch in Brüssel.

afp

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