+
Alois Glück.

"Sehr besorgt"

Glück mahnt: CSU entfremdet sich von ihren Wählern

Passau - Der ehemalige bayerische Landtagspräsident Alois Glück (CSU) sieht eine Entfremdung seiner Partei von ihren Wählern, zum Beispiel Menschen, die sich für Flüchtlinge engagieren.

„Wir sind heute zu sehr mit uns selbst beschäftigt und haben in viele Bereiche hinein nicht mehr ausreichend Verbindungen“, sagte Glück der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch). „Massive Erosionserscheinungen in der Beziehung zur CSU gibt es zum Beispiel bei denjenigen, die sich für Flüchtlinge engagiert haben. Manche Äußerungen und Bewertungen zur Willkommenskultur wirken hier entsprechend negativ“, meinte der frühere Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Glück betonte, die CSU sei immer eine Volkspartei gewesen, die in verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen stark verwurzelt gewesen sei. Nun sieht Glück „eine gefährliche Entfremdung zu vielen Menschen, die bisher CSU wählten - Menschen, die zudem vom Typus her solche sind, die nicht nur zuschauen, sondern anpacken und sich aktiv einbringen“. Er sei „sehr besorgt darüber, dass in unseren Parteigremien diese Entfremdung nicht gespürt wird“.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Papst fordert politische Führung in Europa: „Wir sind im Krieg“

Rom - Europa sucht derzeit eine neue Vision und einen Weg in die Zukunft. Die Worte des Papstes passen da gerade richtig ins Bild. Franziskus hat aber nicht nur eine …
Papst fordert politische Führung in Europa: „Wir sind im Krieg“

Schwimmen im Burkini: Muslimische Schülerin scheitert mit Klage

Karlsruhe - Eine muslimische Schülerin hatte sich durch elf Instanzen geklagt, weil sie im Schwimmunterricht kein Burkini tragen wollte und daher eine schlechte Note …
Schwimmen im Burkini: Muslimische Schülerin scheitert mit Klage

Merkel stellt sich gegen Parteitagsbeschluss zum Doppelpass

Essen - Seit Dienstag findet der CDU-Parteitag in Essen statt. Kanzlerin Angela Merkel hat sich erneut zur Bundesvorsitzenden wählen lassen. Ein Beschluss zum Doppelpass …
Merkel stellt sich gegen Parteitagsbeschluss zum Doppelpass

Unicef: Lage der Kinder in Syrien „unaussprechliche Tragödie“

Berlin - Der Bürgerkrieg in Syrien geht in seinen sechsten Winter. Und die Gewalt hält an. Viele Kinder sind in höchster Not - und wollen trotzdem lernen.
Unicef: Lage der Kinder in Syrien „unaussprechliche Tragödie“

Kommentare