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Ein Screenshot des Postings.

Nach Übergriffen am Hauptbahnhof

Kölner Ex-Polizist spricht Klartext: Über 200.000 Facebook-Likes

Köln - Damit hatte Nick Hein wohl selbst auch nicht gerechnet. Der frühere Polizist sorgte mit seinem Beitrag bei Facebook für Aufsehen und erntete viel Zustimmung.

Mehr als 45.000 Personen gefällt die Seite von Boxer Nick Hein auf Facebook. Mit seinem Post am Sonntagmittag erreichte der ehemalige Polizist jedoch weit mehr Personen, die seine Meinung für richtig empfinden. Mehr als 85.000 Mal wurde der Beitrag von Hein geteilt bis Montag Nachmittag und erntete mehr als 10.000 Kommentare, die meisten stimmten dem gebürtigen Kölner zu. Dazu: Mehr als 200.000 Likes!

Mein Wort zum Sonntag. Heute mache ich mir wahrscheinlich ein paar Feinde.Ich war 11 Jahre Polizist der...

Posted by Nick Hein on Sonntag, 10. Januar 2016

Nick Hein, elf Jahre lang selbst Polizist, davon drei Jahre am Kölner Hauptbahnhof, nimmt seine ehemaligen Kollegen nach den Vorfällen der Silvesternacht in Schutz. Er nennt den Bezirk um den Ort des Geschehens einen "besonderen Ort mit besonderen Menschen". "20 bis 30 Diebstähle" seien zu seiner Zeit täglich am Kölner Hauptbahnhof aufgenommen worden, und bei Intensivtätern sei es meist die gleiche Tätergruppe gewesen: "Nordafrikaner mit Asylverfahren", so Hein weiter. Er schildet auch ein Beispiel aus seiner eigenen Zeit und stellt damit die Dreistigkeit der Täter dar.

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Zudem kritisiert Hein das Deutsche Gesetz schwer, nachdem Asylbewerber laut Artikel 53 des Aufenthaltsgesetzes nur in schwerwiegenden Fällen ausgewiesen werden können. "Das heißt, dass Straftaten die mit weniger als 3 Jahren Freiheitsstrafe belegt sind, das Asylverfahren nicht beeinflussen", erklärt der 31-jährige Hein. "Diese Nische bliebe seit Jahren unberührt."

Sparpolitik ist ein großes Problem

Er kritisiert auch die Sparpolitik des Deutschen Bundes im Bezug auf die Kapazitäten der Bundespolizei. Lediglich "zehn einsatzfähige Polizisten" seien während einer Schicht für den Kölner Hauptbahnhof und Umgebung zuständig. 

Er kommt auf die Silvesternacht zu sprechen: "Nun wirft man der Polizei vor, dass sie diesen Mob nicht unter Kontrolle bekommen hat und die Täter dingfest gemacht hat", stellt Hein klar. "Es scheint ein bewährtes Mittel der Politik zu sein, beim eigenverschuldeten Komplettversagen einen Dummen ausfindig zu machen, damit die Medien und der Mob mit dem Finger auf ihn zeigen können. Es scheint so, als sei der Dumme im Polizisten gefunden", kritisiert der Boxer.

Hein fordert Gesetzesänderungen

Diesen Aussagen widerspricht er vehement. Er stellt jedoch auch klar, dass er nichts gegen Asyl hat und die Regierung durch "exorbitante Waffenexporte" eine Mitschuld an der Situation in betroffenen Ländern trage. Abschließend fordert der ehemalige Beamte, dass Verstöße gegen die Prinzipien und Regeln der Demokratie Konsequenzen auf ein laufendes Aufnahmeverfahren haben müssten. "Ansonsten macht sich unser Rechtssystem lächerlich. Genauso lächerlich wie die Beschuldigungen der pflichtbewussten Polizisten und den Tipps mit der Armlänge. Und genauso lächerlich wie die verallgemeinerte Hetze gegen Asylbewerber." Mit diesen belehrenden Worten an jene, die Stimmung gegen Ausländer machen, beendet der "Sergeant" seinen Beitrag.

Die Reaktionen im Netz sind unzählig, und die meisten befürworten die Meinung und den Beitrag von Nick Hein.

mko

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