FDP-Plan durchgesickert: Strack-Zimmermann soll nach Brüssel

Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) soll Frontfrau bei der Europawahl werden. Damit reagieren Lindner und die Landeschefs auf ihren Wunsch.
Berlin - Am Freitag beginnt der Bundesparteitag der FDP, schon jetzt ist klar: Die FDP-Landesvorsitzenden haben sich auf die Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann als EU-Spitzenkandidatin geeinigt.
Die aus Düsseldorf stammende Strack-Zimmermann wird damit Frontfrau bei der Europawahl im kommenden Jahr, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen der FDP erfuhr. Die Übereinkunft der Länderchefs wurde demnach am Montagmorgen getroffen. Strack-Zimmermann hatte den Wunsch nach der EU-Spitzenkandidatur selbst an Parteichef Christian Lindner (FDP) herangetragen.
Strack-Zimmermann (FDP): Liberale wird Spitzenkandidatin bei der Europawahl
Strack-Zimmermann ist Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag. Besonders seit dem Ukraine-Krieg ist sie den Deutschen gut bekannt - vor allem dafür, leidenschaftlich und öffentlich für ihre Ziele zu argumentieren. Dabei bietet sie - wie bei der Waffenhilfe für die Ukraine - auch Kanzler Olaf Scholz (SPD) Paroli.
Strack-Zimmermann bekommt auch Unterstützung vom Parteinachwuchs: Die FDP-Jugendorganisation Junge Liberale hatte sie öffentlich vorgeschlagen und als „weltoffene, mutige und durchsetzungsstarke Politikerin“ gewürdigt.
FDP: Postenwechsel für Strack-Zimmermann in Europa - Nicola Beer verzichtet und geht zur EIB
Die FDP berät auf einem Bundesparteitag vom 21. bis 23. April in Berlin über den weiteren Kurs. Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger werde für einen der drei Vizeposten der Partei kandidieren, berichtete der Spiegel am Montag.
Dafür wird die liberale Europapolitikerin und bisherige FDP-Vizevorsitzende Nicola Beer auf diesen Posten verzichten, wie schon zuvor berichtet wurde. Beer soll Deutschland künftig als Vizepräsidentin im Präsidium der Europäischen Investitionsbank (EIB) vertreten. (dpa/kat)
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