istanbul-anschlag-festnahmen-dpa
+
Die Särge der deutschen Opfer sind am Samstag nach Berlin geflogen worden.

Medienbericht:

17 Festnahmen nach Anschlag in Istanbul

Istanbul - Die Zahl der Festnahmen nach dem Anschlag auf deutsche Touristen in Istanbul hat sich laut einem Bericht auf 17 erhöht.

Die Staatsanwaltschaft habe zudem Haftbefehle gegen 16 Verdächtige beantragt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag.

Ihnen werde „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ vorgeworfen. Zuletzt hatte der türkische Innenminister Efkan Ala von sieben festgenommenen Verdächtigen gesprochen.

Ein Selbstmordattentäter hatte am Dienstag in der Istanbuler Altstadt zehn deutsche Touristen mit in den Tod gerissen. Die türkische Regierung macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für die Tat verantwortlich, die sich bislang aber nicht dazu bekannt hat.

Die zehn deutschen Todesopfer sind zur Bestattung in die Heimat zurückgekehrt. Ein A400M-Transportflugzeug der Luftwaffe landete am Samstagnachmittag mit ihren sterblichen Überresten an Bord auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel.

Die Särge aus hellem Holz wurden in einer Flugzeughalle aufgebahrt und mit Blumen geschmückt. Angehörige konnten dort - abgeschirmt von der Öffentlichkeit - trauern und Abschied nehmen, wie ein Mitarbeiter des Auswärtigen Amts berichtete.

Die Leichen sollen nun obduziert werden. Die Bundesanwaltschaft hatte entschieden, dies in Deutschland vornehmen zu lassen, wie „Der Spiegel“ berichtete.

Todesopfer von Istanbul werden nach Berlin geflogen

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Finanzierung von Ost-West-Rentenangleichung bisher offen

Berlin (dpa) - In der Bundesregierung zeichnet sich eine Debatte über die Finanzierung der Kosten zur Angleichung der Ost-Renten an das Westniveau bis 2020 ab. Nach …
Finanzierung von Ost-West-Rentenangleichung bisher offen

Letzter Kontakt des Ansbacher Attentäters in den Nahen Osten

Ansbach/Gmund (dpa) - Die möglichen Anweisungen für den Ansbacher Selbstmord-Attentäter kamen aus dem Nahen Osten. Woher genau, teilte Bayerns Innenminister Joachim …
Letzter Kontakt des Ansbacher Attentäters in den Nahen Osten

Erdogan ordnet Schließung Dutzender Medien an

Präsident Erdogan regiert die Türkei im Ausnahmezustand per Dekret. Mit seinem zweiten Erlass verfügt er, dass Dutzende Medien schließen müssen. Etliche Offiziere werden …
Erdogan ordnet Schließung Dutzender Medien an

Amokläufer wohl nicht in rechtsextremen Netzwerken

Gmund (dpa) - Der Amokläufer von München war nach Erkenntnissen der Ermittler nicht in rechtsextreme Netzwerke verstrickt. Darauf gebe es jedenfalls bislang keine …
Amokläufer wohl nicht in rechtsextremen Netzwerken

Kommentare