Flüchtlinge Türkei
+
Flüchtlinge in der Türkei (Archivbild).

Visegrad-Gruppe

Flüchtlinge: Osteuropa-Staaten setzen Türkei Ultimatum

Prag - Die Visegrad-Gruppe gibt der Türkei einen Monat Zeit, um wie mit der Europäischen Union vereinbart die Flüchtlingszahlen zu reduzieren.

"Wenn der Zustrom von 1500 bis 2000 Menschen am Tag bis Mitte März andauert, wird klar sein, dass die Türkei ihre Versprechen nicht erfüllt hat und wir andere Maßnahmen brauchen, um die europäische Grenze zu schützen", sagte der tschechische Europastaatssekretär Tomas Prouza am Mittwoch vor Reportern in Prag.

Die Visegrad-Gruppe, die derzeit von Tschechien geführt wird und der auch Ungarn, Polen und die Slowakei angehören, hatte angekündigt, Mazedonien und Bulgarien bei der Schließung seiner Grenzen zu Griechenland zu helfen, wenn Athen nicht die Seegrenze zur Türkei abriegelt. Durch einen solchen Schritt wären zahllose Flüchtlinge in Griechenland blockiert und das EU-Land de facto aus der Schengenzone ausgeschlossen.

Auf Betreiben Deutschlands vereinbarte die EU im November mit der Türkei, dass Ankara Maßnahmen zur Reduzierung des Flüchtlingsstroms nach Griechenland ergreift. Im Gegenzug sagte die EU drei Milliarden Euro zur Versorgung der syrischen Flüchtlinge in der Türkei zu. Bei dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag in Brüssel soll eine erste Bilanz der Kooperation mit der Türkei gezogen werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Russland und China wollen Partnerschaft vertiefen

Wladimir Putin gibt sich in China als enger Verbündeter der Pekinger Führung. Zahlreiche Abkommen werden unterzeichnet. Sogar ein gemeinsames Verkehrsflugzeug ist …
Russland und China wollen Partnerschaft vertiefen

Kanzler Kern mit großer Mehrheit zum neuen SPÖ-Chef gewählt

Wien - Die Sozialdemokraten in Österreich wollen sich neu erfinden. Sie fangen mit einer personellen Erneuerung an. Später soll ein überarbeitetes Programm folgen.
Kanzler Kern mit großer Mehrheit zum neuen SPÖ-Chef gewählt

CSU tritt beim Klimaschutzplan 2050 auf die Bremse

Berlin - Der unter SPD-Federführung erarbeitete Klimaschutzplan 2050, der derzeit im Kanzleramt geprüft wird, stößt auf Widerstand beim Koalitionspartner CSU.
CSU tritt beim Klimaschutzplan 2050 auf die Bremse

Seehofer und Merkel: Das Fundament ist wieder intakt, aber...

Potsdam - Das Fundament sei wieder intakt, sagt der eine. Von interessanten Debatten spricht die andere. Doch die Kanzlerin und der CSU-Chef haben weiter einen „langen …
Seehofer und Merkel: Das Fundament ist wieder intakt, aber...

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion