+
Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) (Archiv).

Umgang mit der Flüchtlingskrise

Söder: "Vernunftkultur" statt "Willkommenskultur"

Passau/Kreuth - Spätestens seit Köln sei klar, dass man nicht so weitermachen könne: Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) erwartet deshalb einen Kurswechsel von Kanzlerin Angela Merkel, die am Mittwoch die CSU-Klausurtagung in Wildbad Kreuth besucht.

Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) erwartet von Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik. „Ich hoffe, dass Frau Merkel versteht, wie sich die Lage in Deutschland verändert hat“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch) vor dem Besuch der Kanzlerin bei der CSU-Klausurtagung in Wildbad Kreuth. „Spätestens seit Köln ist klar, dass wir nicht so weitermachen können wie bisher. Viele Menschen wünschen sich anstelle von Willkommenskultur endlich eine Vernunftkultur.“

"Innere Sicherheit duldet keinen Aufschub"

Für eine Wende in der Flüchtlingspolitik werde das Zeitfenster immer kleiner. Dass die Türkei oder Griechenland die Probleme für Deutschland lösen würden, sei unwahrscheinlich. „Deshalb brauchen wir ein schnelles Handeln“, forderte Söder. Ausschlaggebend sei allein, was die Bevölkerung von den Regierenden erwarte. „Innere Sicherheit duldet keinen Aufschub“, so der CSU-Politiker. Deshalb könnten CDU und CSU bei Stabilität und Sicherheit keine falschen Kompromisse machen.

Lesen Sie hier:

Aktuelle News in unserem Live-Ticker aus Kreuth

Dobrindt, Herrmann, Söder: Merkel im Kreuzfeuer der Kritik

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Roth erneut Spitzenkandidatin von Bayerns Grünen

Augsburg - Claudia Roth wird auch 2017 die bayerischen Grünen in die Bundestagswahl führen. Bei der Landesversammlung wählten die Grünen am Freitagabend die 61-Jährige …
Roth erneut Spitzenkandidatin von Bayerns Grünen

UN-Vollversammlung fordert sofortige Waffenruhe in Syrien

New York - Die UN-Vollversammlung hat in einer mit breiter Mehrheit verabschiedeten Resolution eine sofortige Waffenruhe in Syrien gefordert.
UN-Vollversammlung fordert sofortige Waffenruhe in Syrien

Kommentar: Eine gefährliche Welt

„Postfaktisch“ ist das deutsche Wort des Jahres. Es geht um Fakten und Gefühle, um die Lügen im Netz - und um den Aufstand vieler Bürger gegen ihr Establishment, den die …
Kommentar: Eine gefährliche Welt

Ursula von der Leyen bestaunt Pferdezucht des Königs

Manama - Der König von Bahrain scheint sich gut über die Hobbys von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen informiert zu haben und präsentierte ihr am Freitag …
Ursula von der Leyen bestaunt Pferdezucht des Königs

Kommentare