1 von 10
Kanzlerin Angela Merkel  macht die Energiewende stärker zur Chefsache. Doch noch zeigen sich vielen offenen Fragen, die dringend geklärt werden müssen, damit der Atomausstieg auch klappt.
2 von 10
ÖKOSTROM BOOMT: Bei der Produktion von Wind- und Solarenergie purzeln die Rekorde. Von Januar bis April gab es beim Windstrom ein Plus von 25 Prozent im Vergleich zu den ersten vier Monaten 2011. Bei der Solarenergie waren es sogar 30 Prozent mehr: Der Ökoenergieanteil am Strommix liegt bereits bei rund 20 Prozent.
3 von 10
Doch während überall neue Wind- und Solarparks entstehen, kommen die Netze an ihre Grenzen. Wenn viel Geld für die Förderung ausgegeben wird, die Anlagen dann aber mangels Netzen abgeschaltet werden müssen, sei das volkswirtschaftlicher Unsinn, sagt Umweltminister Peter Altmaier. Es fehlt bisher der Schlüssel für die Speicherung überschüssigen Stroms.
4 von 10
NETZAUSBAU LAHMT: Rund 4500 Kilometer an neuen Höchstspannungsleitungen fehlen, dazu zehntausende Kilometer an Verteilnetzen, über die der meiste Ökostrom transportiert wird. Die Netzbetreiber müssen sich verstärkt vorhalten lassen, nicht genug zu investieren und so die Energiewende zu torpedieren. Hier ist die Politik gefragt.
5 von 10
Vor allem müssen wegen der Anschlussprobleme des Betreibers Tennet rasch Lösungen gefunden werden, damit die extrem teuren Windparks in der Nordsee ihren Strom auch wegbekommen.
6 von 10
KRAFTWERKE FEHLEN: Wenn tatsächlich bis 2022 die restlichen neun Atommeiler vom Netz sollen, müssen neue Kraftwerke mit einer Leistung von mindestens 10 000 Megawatt her. Das sollen vor allem hochmoderne Gaskraftwerke und weniger klimaschädliche Kohlemeiler sein. Die bisherigen Atomländer Bayern und Baden-Württemberg wollen so nicht zu abhängig von Windstrom aus dem Norden und Osten werden.
7 von 10
Und man braucht sie, wenn kein Wind weht und es Nacht ist. Aber angesichts des Ökostromwachstums fehlt eine Garantie für genug Betriebsstunden. Daher wird ein eigener Strommarkt für solche konventionellen Kraftwerke erwogen, damit sie eine Absatzgarantie haben.
8 von 10
KOSTEN DROHEN AUSZUUFERN: Ob bei Netzkosten, Ökoenergieförderung oder möglichen Zuschüssen für neue Kraftwerke - die Energiewende dürfte viel teurer werden als gedacht. Das Energiesparen wird aber vernachlässigt. Zudem fehlen wegen eines Preisverfalls im Handel mit EU-Verschmutzungsrechten in den nächsten Jahren bis zu fünf Milliarden Euro.

Energiewende: Diese Probleme sind noch zu lösen

Berlin - Kanzlerin Angela Merkel  macht die Energiewende stärker zur Chefsache. Ein Jahr nach dem Start zeigen sich die vielen offenen Fragen, die dringend geklärt werden müssen, damit der Atomausstieg auch klappt.

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Papst wünscht sich bescheidenere Kirche

Nach dem bedrückenden Besuch in Auschwitz wendet sich der Papst wieder der Jugend zu. Aber auch den Kirchenvertretern hat er etwas zu sagen. Grüße an den Papst kommen …
Papst wünscht sich bescheidenere Kirche

"Herr, vergib uns": Papst setzt in Auschwitz stille Zeichen

Papst Franziskus besucht den Ort schlimmster deutscher Nazi-Verbrechen. In Auschwitz gedenkt er der Opfer auf seine ganz eigene Weise. Am Ende überrascht er doch noch …
"Herr, vergib uns": Papst setzt in Auschwitz stille Zeichen

Clinton zieht in den Kampf ums Weiße Haus

Jetzt ist es ganz offiziell: Hillary Clinton wird für die US-Demokraten um die Präsidentschaft kämpfen. Erstmals hat eine Frau reelle Chancen, US-Präsidentin zu werden. …
Clinton zieht in den Kampf ums Weiße Haus

Clinton schreibt als Präsidentschaftskandidatin Geschichte

Erstmals schickt eine der großen US-Parteien eine Frau ins Rennen um das Weiße Haus. Die Demokratin Hillary Clinton soll dorthin zurückkehren, wo sie als First Lady …
Clinton schreibt als Präsidentschaftskandidatin Geschichte

Kommentare