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Mehr als nur Parteifreunde: CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer und die Abgeordnete Mechthilde Wittmann.

Eine neue Liebe im Landtag

Fraktionschef Kreuzer und CSU-Abgeordnete sind ein Paar

München - Neue Liebe im Landtag. Wie CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer bestätigt, sind er und eine Abgeordnete aus München seit einigen Monaten ein Paar.

Es sind einige harsche Worte gefallen auf der CSU-Klausur im Kloster. Der Bundesregierung wurde mit rechtlichen Schritten gedroht, der Bundesinnenminister schimpfte über „dieses Niveau“ in Banz. Dann aber kommt, ganz am Schluss, noch eine persönliche und ungeahnt harmonische Note dazu: ein Herzensbekenntnis des Fraktionschefs. Thomas Kreuzer bestätigt: Ja, er und die CSU-Abgeordnete Mechthilde Wittmann seien ein Paar.

Bisher haben nur wenige Parteifreunde auf den Fluren Geraune gehört, manche meinten, bei Kreuzer einen verklärten Gesichtsausdruck zu sehen. „Wir sind seit einigen Monaten ein Paar, wir sind glücklich“, sagt Wittmann. „Das ist für uns beide eine sehr schöne Situation. Wir wollen kein Geheimnis daraus machen, alles Weitere möchten wir aber privat halten.“ Ihr jeweiliger Lebensmittelpunkt, sagen beide, bleibe in Kempten (wo Kreuzer, geschieden, seinen Stimmkreis hat) und München (wo Wittmann, ledig, lebt).

Das Private ist freilich auch politisch in diesem Fall. Kreuzer (57) ist Wittmanns (48) Fraktionsvorsitzender. Das Bekenntnis soll Getuschel und ein Versteckspiel verhindern. Sogar Horst Seehofer wurde eingeweiht.

Das war wohl gut so. Die Münchnerin hat in ihrer Partei wahrlich nicht nur Freunde. Nach Ärger im Bezirksverband wurde die forsche Abgeordnete 2015 überraschend als Parteivize gestürzt. Ihr Verhältnis zu den Münchner CSU-Größen Ludwig Spaenle und Georg Eisenreich gilt, milde ausgedrückt, als reibungsvoll. Nächstenliebe ist im Verband nicht ausgeprägt.

Gleichzeitig ist Wittmanns weitere Laufbahn ungewiss. Spaenle hätte sie ab 2017 gern im Bundestag gesehen. Im Münchner Norden wird der Singhammer-Wahlkreis frei, Wittmann hätte zugreifen können. Es ist der Wahlkreis, den ihr Vater 20 Jahre lang vertrat. Nach Bedenkzeit lehnte sie Anfang September ab. Als alleinerziehende Mutter zweier kleiner Kinder sei ihre Präsenz in München nicht ersetzbar. Ob Wittmann nun in München 2018 wieder in den Landtag gewählt wird, ist offen. Ihren Stimmkreis gewann sie 2013 nicht direkt, sondern zog über die Liste ein.

Die Fraktion reagiert freundlich. Ein Pärchen im Landtag also, es ist nicht das erste. Transparenz ist wohl am besten, denn Diskretion hält oft nicht. Der grüne Abgeordnete Thomas Mütze trat, als er Vater eines Kindes einer SPD-Abgeordneten wurde, 2011 als Fraktionsvorsitzender zurück, ohne den wahren Grund zu nennen. Die Sache wurde später trotzdem publik.

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