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Da half kein Flehen: Gaddafi bekommt keine zweite Amtszeit als Vorsitzender der AU.

Gaddafi nicht mehr Vorsitzender der afrikanischen Union

Nairobi/Addis Abeba - Der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi, der sich selbst als ungekrönter König von Afrika betrachtet, steht nicht mehr an der Spitze der Afrikanischen Union (AU).

Die Teilnehmer des AU-Gipfels machten die Hoffnungen Gaddafis auf eine weitere Amtszeit an der Spitze der Staatengemeinschaft zunichte und wählten am Sonntag den malawischen Präsidenten Bingu wa Mutharika zu ihrem neuen Vorsitzenden. Traditionell wechselt der Vorsitz der Staatengemeinschaft jährlich und wird im Turnus an einen Vertreter der nord-, ost-, west- und südafrikanischen Staaten vergeben. Die 53 Staatschefs der Afrikanischen Union sind in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba zu ihrem dreitägigen Gipfel zusammengekommen.

Gaddafi, der vor einem Jahr mit dem Anspruch eines “Königs der afrikanischen Könige“ angetreten war, war einer der umstrittensten AU-Führer der vergangenen Jahre. Als Leiter der Staatenorganisation machte er sich für die Idee der Vereinigten Staaten Afrikas stark - mit einheitlicher Regierung, Währung und Armee. Seinen Wunsch nach einer zweiten Amtszeit begründete er mit dem langen Zeitaufwand, der mit der Umsetzung dieser Idee verbunden ist. Zuvor hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die AU-Staaten aufgerufen, für einen geeinten sudanesischen Staat zu werben und eine Abtrennung des Südens zu verhindern.

Im Sudan finden im April zum ersten Mal seit dem Bürgerkrieg Präsidenten- und Parlamentswahlen im ganzen Land statt. Im kommenden Jahr stimmt die Bevölkerung des zur Zeit teilautonomen Südens in einer Volksabstimmung über einen eigenen Staat oder den Verbleib mit dem Norden ab.

dpa

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