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Auf die Putin-Nähe von Ex-Kanzler Schröder ist Bundespräsident Joachim Gauck mit einem kleinen Seitenhieb eingegangen.

Wegen Putin-Nähe

Gaucks kleiner Seitenhieb auf Schröder

Berlin - Der Bundespräsident lobt den Ex-SPD-Kanzler für dessen Reform-„Agenda 2010“. Zugleich erlaubt sich Gauck einen kleinen Seitenhieb wegen Schröders Putin-Nähe.

Bundespräsident Joachim Gauck hat Altkanzler Gerhard Schröder für dessen umstrittene Arbeitsmarktreform „Agenda 2010“ gewürdigt - und ihn an seine Verantwortung für das Land erinnert. „Sie haben mit Weitsicht dazu beigetragen, dass unser Land seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wiedergewinnen und dann erhalten konnte“, sagte Gauck am Dienstag laut Redemanuskript bei einem Mittagessen aus Anlass des 70. Geburtstags Schröders am 7. April.

Schröder sei bereit gewesen, unpopuläre Schritte zu gehen und die Folgen zu akzeptieren, sagte der Bundespräsident mit Blick auf die „Agenda 2010“. Nach Angaben von Teilnehmern ergänzte Gauck, er wünsche sich mehr Politiker, die den Mut hätten, Reformen durchzusetzen.

Gauck: Verantwortung für Land auch nach der Amtszeit

Schröder musste im April heftige Kritik einstecken, weil er mitten in der Ukraine-Krise bei einem Geburtstagsempfang in St. Petersburg Russlands Präsident Wladimir Putin herzlich umarmt hatte. Ohne dies direkt anzusprechen, sagte Gauck: „Ihre aktuellen Äußerungen und Ihre Aktivitäten sind viel diskutiert worden. Daran möchte ich heute ausdrücklich nicht anknüpfen.“

Gegen Ende seiner Tischrede sagte Gauck dann allerdings doch einen Satz, der zumindest als Mahnung verstanden werden konnte: Der Abschied von der Macht nach der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 sei Schröder nach eigenem Bekenntnis nicht leicht gefallen. Gauck ergänzte: „Doch auch wenn die Macht verloren geht, so bleibt doch ein Stück Verantwortung für das Land - auch nach der Amtszeit.“

dpa

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