Deutschland verschärft Reisehinweise für Ägypten

Washington - Angesichts der blutigen Proteste in Ägypten hat das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für das Land verschärft.

Von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Kairo, Alexandria und Suez sollte derzeit Abstand genommen werden, hieß es am Freitagabend auf der Internetseite des Außenamtes. “Reisenden in Ägypten wird dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden und die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen“, hieß es weiter.

Die Demonstrationen richteten sich nicht gegen Touristen. Die Situation in den Touristengebieten an der Küste sei nach derzeitigen Erkenntnissen weiterhin ruhig, sagte eine AA-Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa.

Blutige Massenproteste in Ägypten

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Auch das US-Außenministerium gab wegen der Situation in Ägypten einen verschärften Reisehinweis heraus. Amerikanische Staatsbürger sollen demzufolge unnötige Reisen in das Land verschieben. Das US-Außenministerium teilte mit, die Lage in der Hauptstadt und anderen Städten sei volatil. Amerikaner, diesich bereits im Land befänden, sollten in ihren Häusern oder Hotels bleiben. Die Proteste seien gewaltsam geworden, es habe Tote, Verletzte und enormen Sachschaden gegeben, hieß es.

Zuvor hatte das Auswärtige Amt in Berlin erklärt, die Entwicklung in Ägypten mit großer Sorge zu sehen. Die Situation in den Touristenregionen an der Küste sei nach bisherigen Erkenntnissen jedoch weiterhin ruhig. Die Reisehinweise insbesondere für die urbanen Zentren würden derzeit aktualisiert.

USA überdenken Hilfe für Ägypten

Die USA überdenken angesichts der Unruhen in Ägypten ihre Hilfen für das Land. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus Regierungskreisen. Die Regierung von Präsident Husni Mubarak erhält 1,5 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) US-Hilfe. Ägypten ist der zentrale Verbündete der US-Regierung in der Region.

US-Präsident Barack Obama rief nach der Verschärfung der Lage in Ägypten sein nationales Sicherheitsteam zu einer Sondersitzung zusammen. An dem Treffen nahmen am Freitag unter anderem Vize-Präsident Joe Biden und Obamas Nationaler Sicherheitsberater Tom Donilon teil. Nach Angaben von Regierungsberatern waren im Laufe des Tages weitere Sitzungen geplant.

dapd/dpa

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