Gerhard Schröder
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Altkanzler Gerhard Schröder.

Trotz Kritik des Westens

Schröder fordert Abbau der Sanktionen gegen Russland

Berlin - Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat ungeachtet der Kritik des Westens an Moskau erneut einen schrittweisen Abbau der Wirtschaftsstrafen gegen Russland gefordert.

„Die Sanktionen schaden beiden Seiten“, sagte Schröder den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Die Strafen seien ein Hindernis bei der Konfliktlösung. Das umstrittene Vorgehen der Russen in Syrien sei für ihn kein Grund, von seiner Forderung abzugehen. Die Frage der wegen der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen dürfe nicht mit der russischen Politik in Syrien verquickt werden.

Auch der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew hatte am Rande der Sicherheitskonferenz in München die Sanktionen kritisiert. Seit Beginn der Ukraine-Krise ist der deutsch-russische Handel um ein Drittel eingebrochen.

Schröder wies zudem die Kritik am Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) Anfang Februar bei Russlands Präsident Wladimir Putin zurück. „Gerade in Krisensituationen muss man miteinander reden.“ Seehofers Reise sei im deutschen Interesse gewesen. Seehofer hatte anlässlich seines Gesprächs mit Putin für ein Ende der Sanktionen „in überschaubarer Zeit“ geworben.

Die Münchner Sicherheitskonferenz 2016 im Ticker. 

dpa

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