Gewalt, Flüchtlingskrise
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Die Gewalt gegen Flüchtlinge steigt.

Schwere Delikte enorm gestiegen

Gewalt gegen Flüchtlinge nimmt weiter zu

Saarbrücken - Die Zahl der registrierten Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte hat sich nach einem Medienbericht zufolge vom zweiten zum dritten Quartal des Jahres von 136 auf 274 verdoppelt.

Schwere Delikte wie Brandstiftungen, Sprengstoffanschläge und Körperverletzungen haben sogar um das Dreifache zugenommen, wie die "Saarbrücker Zeitung" (Samstagsausgabe) berichtete. Das Blatt beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke.

Den Daten zufolge ist auch die Zahl der Teilnehmer an neonazistischen Demonstrationen gegen Flüchtlinge sprunghaft gestiegen. Zwischen Juli und September waren es bereits 5800. In den drei Monaten davor wurden noch lediglich 880 Personen gezählt.

"Proteste gegen Flüchtlinge werden von den Nazis inzwischen als Mobilisierungsthema Nummer Eins genutzt", sagte Jelpke der Zeitung. Erschreckend sei auch die hohe Gewaltbereitschaft der Täter. Zugleich beklagte Jelpke, dass die von der Bundesregierung gelieferten Daten lückenhaft seien. So gebe es zum Beispiel keine Aufschlüsselung der Brandanschläge nach bewohnten und unbewohnten Einrichtungen. Unklar bleibe auch, wie viele dieser Taten als rechts motiviert eingestuft würden. Eine wissenschaftliche Beobachtungsstelle könne hier Abhilfe schaffen, sagte Jelpke.

AFP

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