+
Frauke Petry, die Sprecherin des Bundesvorstands der Partei Alternative für Deutschland (AfD).

Gesetzesänderung geplant

Gold-Geschäfte: Koalition will Zuschüsse für AfD stoppen

Berlin - Mit einem Gold-Shop setzt die AfD nebenbei Millionen Euro um und kassiert dafür satte Zuschüsse vom Staat. Die GroKo in Berlin will diesen Geldfluss für die Petry-Partei nun stoppen.

Für die "Alternative für Deutschland" mit ihrer Sprecherin Frauke Petry dürfte es demnächst beim Blick auf die Finanzen eher düster aussehen. Ein einträgliches Neben-Geschäft der rechtspopulistischen Gruppe soll nämlich demnächst abgewürgt werden. Wie bild.de berichtet, wollen CDU/CSU und SPD die einträglichen Gold-Geschäfte der AfD mit Hilfe einer Gesetzesänderung stoppen.

Bislang funktioniert das AfD-Geschäft mit dem Edelmetall so: Die Petry-Jünger verkaufen in ihrem Gold-Shop die edlen Stücke zum Selbstkostenpreis (rund 1000 Euro/Unze). Dabei profitiert sie jedoch vom Parteienfinanzierungsgesetz, das vorsieht, dass Parteien für alle ihre Einnahmen staatliche Zuschüsse bekommen.

Nach "Bild"-Informationen hat die Partei dadurch im letzten Jahr rund zwei Millionen Euro aus der Staatskasse eingesackt.

Jetzt will die große Koalition diese Praxis stoppen, so heißt es, indem es künftig keine Zuschüsse mehr für „künstlich erzeugte Einnahmen“ geben soll. Petry & Co. finden diese Pläne der Berliner Regierungsparteien wahrscheinlich nicht so "goldig".  

js

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Über eine Million erhalten seit über 9 Jahren Hartz IV

Berlin (dpa) - Etwa ein Viertel aller erwachsenen Hartz-IV-Empfänger ist seit mehr als neun Jahren durchgängig auf die Sozialleistung angewiesen.
Über eine Million erhalten seit über 9 Jahren Hartz IV

Bund und Länder nähern sich bei Ökostrom-Reform an

Lange hakt es beim Ausbau der Erneuerbaren Energien - zwischen Bund und Ländern sowie zwischen Union und SPD. Jetzt seien zumindest die "Umrisse" für die Reform …
Bund und Länder nähern sich bei Ökostrom-Reform an

Vor Koalitionsgipfel: Schäuble weist Seehofer scharf zurecht

Die Spitzen von Union und SPD kommen am Mittwochabend zusammen, um die vom Bundesverfassungsgericht angemahnte Erbschaftsteuer-Reform abzuräumen. Alles wird aber vom …
Vor Koalitionsgipfel: Schäuble weist Seehofer scharf zurecht

Kommentar: Diesel aus Städten verbannen wäre blanke Willkür

München - Die Regierung hatte Zeit genug, über den Autoverkehr in Innenstädten nachzudenken. Autos, die heute auf dem Stand der Technik sind kann man nicht morgen aus …
Kommentar: Diesel aus Städten verbannen wäre blanke Willkür

Kommentare