"Gorch-Fock"-Ermittler nehmen Arbeit auf

Buenos Aires/Ushuaia - Die “Gorch-Foch“-Ermittler haben in der argentinischen Hafenstadt Ushuaia ihre Arbeit aufgenommen. Sie sollen untersuchen, wie es wirklich auf dem Schiff zugeht.

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Die sieben Mitglieder der Untersuchungskommission sollen Vorwürfe untersuchen, wonach Offiziersanwärter von der Stammbesatzung des Segelschulschiffs drangsaliert worden seien. Das Team unter der Leitung des Marineamtschefs Horst-Dieter Kolletschke war in der Nacht zu Freitag in Ushuaia angekommen. Am Freitagabend deutscher Zeit soll Kolletschke vor die Medien treten.

Guttenberg will "Gorch Fock" möglichst nicht stilllegen

Trotz des Wirbels um ungeklärte Todesfälle auf der “Gorch Fock“ will Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg das Segelschulschiff der Bundeswehr möglichst nicht stilllegen. “Es wäre wunderbar, wenn die 'Gorch Fock' weiter segeln könnte“, sagte der CSU-Politiker am Freitag in Berlin. Guttenberg wies erneut den Vorwurf zurück, bei der Entbindung des “Gorch-Fock“-Kommandaten Norbert Schatz von seinem Posten auf Druck der Boulevardpresse gehandelt zu haben.

Grundlage seiner Entscheidung seien ausschließlich eigene Überzeugungen sowie Empfehlungen der Militärführung gewesen. “Der Vorwurf des Bauernopfers ist schlicht eine Frechheit“, sagte er. Dies gelte auch und gerade in Bezug auf den Kapitän des Segelschulschiffs. Zu den schlechteren Umfragwerten im neuen ZDF-Politbarometer, das am Freitag veröffentlicht wurde, sagte der CSU-Politiker: “Ich werde mich nicht verändern aufgrund irgendwelcher Umfragewerte.“ Ende 2010 war auf dem Schulschiff eine junge Kadettin tödlich verunglückt. Vor wenigen Jahren war eine junge Frau unter ungeklärten Umständen über Bord gegangen und ertrunken.

dpa/dapd

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