+
Türkische Polizisten bei einem Einsatz.

Türkische Polizei gibt Rätsel auf

Nach Granatenanschlag: Terroristinnen "neutralisiert"

Istanbul - In der türkischen Stadt Istanbul haben Frauen einen Anschlag auf eine Polizeiwache verübt. Anschließend verschanzten sie sich in einem Gebäude. Die Polizei gibt an die Angreiferinnen nun "neutralisiert" zu haben.

Sicherheitskräfte haben in der türkischen Metropole Istanbul einen Angriff auf eine Polizeiwache gewaltsam beendet. Die beiden „Terroristinnen“ seien „neutralisiert“ worden, sagte der Gouverneur von Istanbul, Vasip Sahin, am Mittwoch nach Angaben der Nachrichtenagentur DHA. Sahin legte sich auf eine entsprechende Frage hin nicht darauf fest, ob die Frauen getötet oder festgenommen wurden. Er sagte weiter, zwei Polizisten seien leicht verletzt worden. Über die Hintergründe der Tat war zunächst nichts bekannt.

Auf einem Video ist zu sehen, wie zunächst ein Polizeibus vor der Wache im Stadtteil Bayrampasa auf der europäischen Seite Istanbuls vorfährt. Dann kommen zwei Personen ins Bild, von denen eine zu schießen beginnt. Die zweite Person wirft vermutlich eine Handgranate in Richtung des Busses. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, die Handgranate sei nicht explodiert.

Anadolu berichtete weiter, die beiden Frauen seien nach dem Angriff und einem kurzen Schusswechsel geflohen und hätten sich dann in einem Gebäude verschanzt. Die Polizei sei daraufhin mit Hilfe von Hubschraubern und Spezialkräften vorgegangen.

Im vergangenen Monat waren bei einem Anschlag einer militanten kurdischen Gruppe auf Busse mit Soldaten in der Hauptstadt Ankara 30 Menschen getötet worden. Im Januar hatte sich in Istanbul ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, zwölf deutsche Touristen kamen ums Leben. Diese Tat wurde der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zugeschrieben. Ähnliche Angriffe wie den in Bayrampasa hatte in der Vergangenheit die linksextreme Gruppe DHKP-C in Istanbul verübt.

Die Gewalt in der Türkei nimmt seit Monaten zu. Vor allem eskaliert sie im kurdisch geprägten Südosten des Landes. Immer häufiger werden inzwischen aber auch Metropolen außerhalb der Kurdengebiete zum Ziel.

dpa

Meistgelesene Artikel

Armenier-Resolution wirft Schatten voraus

Am 2. Juni will der Bundestag eine Resolution beschließen, mit der die Gräuel an den Armeniern im Osmanischen Reich vor gut 100 Jahren als "Völkermord" eingestuft …
Armenier-Resolution wirft Schatten voraus

Linke: Kipping und Riexinger wiedergewählt

Magdeburg - Die beiden Linke-Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger sind für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt worden.
Linke: Kipping und Riexinger wiedergewählt

IS stürmt Außenbezirke von Rebellenstadt in Nordsyrien

Die Rebellen im Norden Syriens sind im Westen von Kurden umgeben, im Norden ist die Grenze zur Türkei - nun rückt die Terrormiliz IS von Osten in die Enklave vor. …
IS stürmt Außenbezirke von Rebellenstadt in Nordsyrien

Französische Regierung will Benzinkrise lösen

Mit Blockaden von Raffinerien und Benzinlagern protestieren Demonstranten in Frankreich seit Tagen gegen die geplante Arbeitsmarktreform. Die Regierung will die …
Französische Regierung will Benzinkrise lösen

Kommentare