Giorgos Papakonstantinou
+
Griechenlands Ex-Finanzminister Giorgos Papakonstantinou steht vor Gericht.

Wegen Amtsmissbrauch

Griechenlands Ex-Finanzminister vor Gericht

Athen - Der ehemalige Finanzminister Giorgos Papakonstantinou steht vor Gericht. Griechenlands Politiker soll sein Amt als Minister missbraucht und Urkunden gefälscht haben.

In Griechenland muss sich der frühere sozialistische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou wegen Amtsmissbrauchs und Urkundenfälschung vor Gericht verantworten. Der Prozess begann am Mittwoch vor einem Sondergericht in Athen, wie das staatliche Fernsehen (NERIT) berichtete. Papakonstantinou soll 2010 aus einer Datei griechischer Steuersünder mit Geldeinlagen in der Schweiz die Namen von Verwandten gelöscht haben, bevor er sie an die Steuerfahndung weiterleitete. Der Ex-Finanzminister bestreitet die Vorwürfe. Ihm droht bei einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe.

Hintergrund des Prozesses ist die sogenannte „Lagarde-Liste“ mit den Namen zahlreicher Griechen, die Konten mit großen Vermögen im Ausland hatten. Die Liste wurde von der damaligen französischen Finanzministerin Christine Lagarde an Griechenland übergeben.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erdogan kündigt Rücknahme aller Klagen wegen Beleidigung an

Ankara - Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei sinnt Präsident Erdogan offenbar auf Rache und ist bereit, die Todesstrafe wieder einzuführen. Auch Deutschland soll …
Erdogan kündigt Rücknahme aller Klagen wegen Beleidigung an

Nach Merkel-Rede: CSU fordert schärfere Grenzkontrollen

München – Nach dem Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor der Hauptstadtpresse fordert  Bayerns CSU-Fraktionschef Kreuzer schärfere Grenzkontrollen.
Nach Merkel-Rede: CSU fordert schärfere Grenzkontrollen

30 000 Menschen zur Pro-Erdogan-Demo in Köln erwartet

Der Putschversuch in der Türkei belastet auch das Klima unter den in Deutschland lebenden Türken. Erdogan-Anhänger planen eine Großkundgebung in Köln. Zudem sorgen …
30 000 Menschen zur Pro-Erdogan-Demo in Köln erwartet

CSU unterstellt Merkel indirekt "Blauäugigkeit"

"Wir schaffen das" - an diesem Credo der Kanzlerin zur Bewältigung der Flüchtlingskrise reibt sich die CSU seit Monaten. Und Merkel hält daran fest. Streit ohne Ende?
CSU unterstellt Merkel indirekt "Blauäugigkeit"

Kommentare