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Bundesjustizminister Heiko Maas in einer Sitzung des deutschen Bundestags.

Dank an "Feine Sahne Fischfilet"

Große Empörung: Justizminister Maas lobt im Internet linksextreme Band

Berlin - Ein Twitter-Kommentar von Justizminister Heiko Maas schlägt hohe Wellen: Er dankt der Punk-Band "Feine Sahne Fischfilet". Doch diese ist im Visier des Verfassungsschutzes.

Wegen einer Veröffentlichung auf Twitter und Facebook steht Bundesjustizminister Heiko Maas in der Kritik: Er dankte unter anderem der Band "Feine Sahne Fischfilet", die bei einem Konzert gegen Fremdenhass und Rassismus in der Kleinstadt Anklam (Mecklenburg-Vorpommern) auftrat. Auch Campino von den "Toten Hosen" und der Rapper Marteria waren bei dem Zeichen gegen Rechts dabei, und sie alle lobte Heiko Maas in einem Posting.

Offenbar war der Bundesjustizminister aber nicht gut informiert, wen er da genau lobte. Denn die Band "Feine Sahne Fischfilet" ist im Visier des Verfassungsschutzes, wie der "Spiegel" berichtet. 2012 stufte der Verfassungsschutz die Band als staatsfeindlich ein, sie sei ein fester Bestandteil der linksautonomen Szene in Mecklemburg-Vorpommern, hieß es. Die Musiker würden die staatliche Ordnung ablehnen und Gewalt gegen politische Gegner als legitim ansehen. "Feine Sahne Fischfilet" veröffentlichte unter anderem vor einer NPD-Demonstration eine Anleitung zum Bau eines Molotow-Cocktails.

Scharfer Ton gegen Justizminister Maas

Dementsprechend groß ist die Empörung im Netz über Heiko Maas' Lob für die Band. Auf Facebook wird ihm von manchen Usern der Rücktritt nahegelegt, ihm wird Inkompetenz und Verachtung des eigenen Staats vorgeworfen. Auf Twitter bescheinigen ihm viele User Sympathien für Linksextreme und Doppelmoral.

Selbst die Band "Feine Sahne Fischfilet" freut sich nicht über das Lob des Ministers - ganz im Gegenteil. "Hinterher sich schmücken ist immer einfach", werfen die Musiker ihm auf Twitter vor, dabei glänze die SPD in Regionen wie Anklam "nur mit Abwesenheit". 

Auf eine Anfrage des "Spiegel" zu dem Fauxpas von Heiko Maas verweist das Justizministerium auf dessen Social-Media-Team, dem das Konzert gegen Rechts wegen vieler positiver Berichte aufgefallen sei. "Es hat sich durch den Verweis bei Twitter und Facebook auf einen Beitrag der 'Tagesschau' selbstverständlich in keiner Weise jede einzelne Textzeile aller jemals gesungenen Lieder der dort aufgetretenen Musiker zu eigen gemacht", so eine Sprecherin. Heiko Maas sei selbstverständlich der Meinung, dass für Extremisten in einer freiheitlichen Demokratie kein Platz sei.

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