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Gustl Mollath

Wollte er sich umbringen?

Mollaths Ex: Er trug einen Strick um den Hals

Nürnberg - Kaum ist Gustl Mollath aus der Psychatrie entlassen, meldet sich seine Ex-Frau zu Wort. Sie berichtet, wie der 56-Jährige früher mit Strick um den Hals durchs Haus irrte und sich umbringen wollte.

Am Dienstag wurde Gustl Mollath überraschend aus der Psychatrie entlassen. Kurze Zeit später schon sorgte er mit seiner Attacke auf Justizministerin Beate Merk für Schlagzeilen. Und schon am Freitag ist er selbst wieder ins Visier von Anschuldigungen gerückt.

Seine Ex-Frau Petra M. behauptet in einem Gespräch mit der "Bild"-Zeitung, dass der 56-Jährige während der gemeinsamen Zeit mit einem Strick um den Hals durchs Haus irrte und androhte, sich umzubringen. Ein anderes Mal soll er seinen Kopf in eine Plastiktüte gesteckt haben. Petra M. habe damals nach eigener Aussage so schnell wie möglich Löcher hineingeschnitten, so dass ihr Ex-Mann weiter Luft bekam.

Das Zusammenleben mit Gustl Mollath beschreibt sie als "Zwangsjacke". Wie bereits früher schon berichtet die 52-Jährige von Gewaltausbrüchen und blauen Flecken. 2002 hatte sie ihren Ex-Mann wegen Körperverletzung angezeigt. Ihr Vorwurf damals: Er soll sie geschlagen, gebissen, getreten und gewürgt haben. Im September 2003 attestierte ein Gutachter Gustl Mollath eine gravierende psychische Störung. Ein ähnliches Gutachten brachte ihn 2006 schließlich in die Psychatrie.

Vermisste Mollath-Unterlagen lagern bei Ex-Ehefrau

Angesprochen auf die Freilassung ihres Ex-Mannes sagt Petra M. gegenüber der "Bild": "Man konnte damit rechnen. Alles Weitere ergibt sich, aber es ist schön für ihn." Viele seiner angeblich verschollenen Unterlagen könne Mollath bei ihr abholen. Seine Habe sei "nur einen Anruf weit entfernt", sagte die Ex-Frau in einem Gespräch mit dem in Bayreuth erscheinenden "Nordbayerischen Kurier" vom Freitag. Die Unterlagen seien in mehreren Kisten, "sauber verpackt und akribisch gefaltet". Dazu gehörten neben Zeugnissen auch Fotos, Urkunden, Mollaths Führerschein und sein inzwischen abgelaufener Personalausweis.

Der 56-Jährige hatte mehrfach erklärt, er habe mit der Versteigerung seines Hauses im Nürnberger Stadtteil Erlenstegen sein gesamtes Hab und Gut verloren.

Mollath ist unterdessen bei einem Schulfreund im Raum Nürnberg untergekommen und wird von seinen Unterstützern weitgehend von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Das Strafverfahren gegen ihn - unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung - wird neu aufgerollt. Die Vorwürfe seiner Frau hat er bislang immer bestritten.

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pie/dpa

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