Guttenberg (r.) und Seehofer im Oktober 2010 auf dem CSU-Parteitag.
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Guttenberg (r.) und Seehofer im Oktober 2010 auf dem CSU-Parteitag.

Polit-Comeback ausgeschlossen

Guttenberg gibt der CSU einen Korb - und sagt klare Worte

München - Wer soll Horst Seehofer nur beerben? Angeblich wünscht sich der CSU-Chef den gefallenen Polit-Star Karl-Theodor zu Guttenberg zurück. Doch der sagt ab und findet deutliche Worte.

Das Singspiel auf dem Nockherbergwar aktueller denn je. Ein Rückblick: Beim großen Politiker-Treffen in Horst Seehofers Gehirn tauchte Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg genau zu dem Zeitpunkt auf, als Markus Söder vom Amt des Ministerpräsidenten träumte. Soweit die Fiktion auf der Bühne, die sich mit der Realität weitgehend zu decken scheint.

Denn laut der "Süddeutschen" sei Seehofer bereit, Karl-Theodor zu Guttenberg wieder als einen starken Mann in der CSU zu etablieren - um eben Markus Söder als neuen Ministerpräsidenten zu verhindern. Seehofer favorisiere zu Guttenberg sogar als Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2017 und für das Amt zum Parteichef.

Guttenberg: Klare Worte in einer Email

Guttenberg führt in den USA eine Beratungsfirma.

Doch der Ex-Politstar sagte ab. "Die Expansion meines Unternehmens füllt mich gänzlich aus", so zu Guttenberg, der eine Beratungsfirma in den USA führt. Offenbar kann er sich ein prominentes Politik-Comeback nicht vorstellen. "Unabhängig davon würden die berechtigten Gründe für meinen Rücktritt sowie mein lausiger Umgang damit eine Rückkehr nicht rechtfertigen". Diese klare Worte schrieb zu Guttenberg der "Süddeutschen" in einer Email. Als Berater ist der Ex-Verteidigungsminister für die CSU aktiv- in Fragen der Sicherheitspolitik sowie bei der Digitalisierung.

Am Montag reagierte Seehofer auf die Berichterstattung: Er habe mit Guttenberg nicht einmal andeutungsweise über eine mögliche Kandidatur gesprochen. Und innerhalb der gesamten Partei auch mit niemandem. Für die Bundestagswahl brauche man „eine sehr, sehr gute Mannschaft“, so der CSU-Chef und betonte aber zugleich: „Darüber werden wir frühestens ab Herbst dieses Jahres reden, eher würde ich mal tippen auf den Winter, auf den Jahreswechsel 16/17."

mb/dpa

 

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