Ein Angehöriger eines australischen Opfers berührt das neue MH17-Denkmal in Canberra. Foto: David Gray
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Ein Angehöriger eines australischen Opfers berührt das neue MH17-Denkmal in Canberra.

"Widerlich anzuschauen"

Handy-Video zeigt MH17-Wrack kurz nach Absturz

Sydney - Ein australisches Medienhaus hat ein Jahr nach dem Abschuss des Passagierflugzeuges MH17 über der Ostukraine ein Video veröffentlicht, das offenbar pro-russische Separatisten kurz nach dem Absturz an der Unglücksstelle zeigt.

Sie könne das Material nicht verifizieren, sagte die australische Außenministerin Julie Bishop im Fernsehen. "Ich habe das Material gesehen, es ist widerlich, das anzuschauen."

Auf dem Video sind brennende Wrackteile sowie Kofferzu sehen. News Corp Australia hat die Stellen, auf denen Leichen zu sehen sein sollen, unkenntlich gemacht. Separatisten sollen zu hören sein, wie sie telefonieren. Sie berichten demnach Gesprächspartnern, dass es sich um ein ziviles Flugzeug handele und die Toten Ausländer seien. "Wer hat ihnen erlaubt, durch diesen (Luft)korridor zu fliegen?", fragt einer laut Übersetzung. Einige öffnen Rucksäcke, ziehen Kleidung heraus und nehmen elektronische Geräte in Augenschein.

Die Maschine der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli 2014 abgeschossen worden. 298 Menschen an Bord kamen ums Leben. Russland macht die Ukraine verantwortlich. Die Ukraine und auch westliche Staaten halten jedoch die pro-russischen Rebellen für verantwortlich und werfen Moskau eine Mitschuld vor.

Bishop und Regierungschef Tony Abbott eröffneten in der Hauptstadt Canberra ein Denkmal für die Verstorbenen. 38 kamen aus Australien.

Auch die Niederlande gedenken heute der Opfer. Angehörige werden am Nachmittag zu einer Gedenkfeier zusammenkommen. Dazu werden auch Ministerpräsident Mark Rutte sowie Botschafter der Herkunftsländer der Opfer erwartet. Die Flaggen auf allen öffentlichen Gebäuden werden auf halbmast gesenkt.

dpa

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