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Frank Plasberg diskutierte mit seinen Gästen "Merkels Zwischenbilanz: Kanzlerin der leeren Hände?".

"hart aber fair"

Bei Plasberg: "Zustände wie auf dem Höhepunkt der RAF"

Berlin - "Merkels Zwischenbilanz: Kanzlerin der leeren Hände?", das wollte Frank Plasberg mit seinen Gästen diskutieren. Doch anstatt auf Frage zu antworten, wich man ab auf altbekannte Pfade.

Am Montagabend war es wieder so weit, Frank Plasberg diskutierte mit seinen Gästen über die Flüchtlingsthematik. Mit dabei: Jens Spahn (Mitglied im CDU-Bundesvorstand), Wolfram Weimer (Publizist), Gesine Schwan (SPD-Mitglied), Wilfried Scharnagl (Ex-Chefredakteur des "Bayernkurier" und Weggefährte von Franz Josef Strauß) sowie Katja Kipping (Parteivorsitzende der Linken).

Frank Plasberg wollte von seinen Gästen wissen, wie Merkels Zwischenbilanz aussieht. Ist sie die Kanzlerin der leeren Hände? Viel aussagekräftiges hat man von den Gästen an diesem Abend allerdings nicht zu hören bekommen. Alle sind sich einig, dass Deutschland auseinander driftet und zwar "in einer Geschwindigkeit, die so noch nicht da gewesen ist", so CDU-Mann Jens Spahn.

Zustände wie auf dem Höhepunkt der RAF - Beispiel Clausnitz und Bautzen

In diesem Punkt widerspricht ihm keiner. Doch Publizist und Autor Wolfram Weimer setzt noch eins oben drauf. Seiner Meinung nach wären es "Zustände wie auf dem Höhepunkt der RAF." Er mag nicht ganz unrecht haben, Szenen wie in Clausnitz oder Bautzen brennen sich dieser Tage ins Gedächtnis der Menschen. Sogar international wird heftig darüber diskutiert.

Deutschland erfährt einen Rechtsruck, auch darin sind sich die Gäste einig, sie verurteilen die gräulichen Taten. Doch Gesine Schwan betont, dass die Verursacher dennoch Menschen sind. Als sich die Diskussion Richtung Obergrenzen und Solidarität innerhalb der Europäischen Union bewegt, ist Gesine Schwan ganz vorne bei den Lösungsvorschlägen mit dabei.

Solidarität der anderen EU-Länder "kaufen"

Ein Flüchtlingsstopp sei eine "Illusion", deshalb ist Schwan durchaus dazu bereit, die Solidarität anderer europäischen Länder zu "kaufen". Man solle Spanien, Portugal und Polen Geld und Arbeitsplätze verschaffen, dann würden diese Länder freiwillig Flüchtlinge aufnehmen. Mit diesen Ansichten steht Schwan in der Runde allerdings eher isoliert.

Linken-Politikerin Katja Kipping hingegen schimpft über Erdogan und auch Publizist Weimer pflichtet ihr bei, Erdogan sei ein "übler Schurke". Lediglich CDU-Politiker Spahn bleibt der Kanzlerin treu, man brauche die Türkei eben bei der Kontrolle der EU-Außengrenzen. Viel Diskussionsstoff, der nicht zum ersten Mal durchgekaut wurde. Viel Neues gab es also nicht und eine Zwischenbilanz konnte auch hier nicht wirklich formuliert werden.

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