Migration, Einwanderung, Claudia-Roth-hasskommentare-dpa
+
Shitstorm gegen Claudia Roth auf der Facebookseite der CSU-Landtagsfraktion. 

Beleidigungen wie "Stück Scheiße" und "verkiffte Bekloppte"

Hasskommentare gegen Claudia Roth: Grüne zeigen CSU an

München - Grünen-Politikerin Claudia Roth wird auf der Facebook-Seite der CSU-Landtagsfraktion auf übelste Weise beschimpft. Die Grünen setzen der CSU nun ein Ultimatum zur Löschung der Kommentare.

+++ So wie es aussieht, hat die Hass-Tirade gegen Claudia Roth für die Verfasser keine Konsequenz

+++ Die CSU hat auf ihrer Internetseite mit dieser Stellungnahme reagiert.

Update 15.10 Uhr: Mittlerweile hat unsere Redaktion auf Anfrage erfahren, dass die Grünen Strafanzeige gegen die CSU stellen.

Update 15.03 Uhr: Bisher sind die Kommentare auf der CSU-Landtagsfraktionsseite noch nicht gelöscht worden. Auch die Grünen haben sich noch nicht geäußert. Noch ist also offen, wie es weitergeht. 

"Stück Scheiße": Hasskommentare auf der Facebook-Seite der CSU-Landtagsfraktion gegen Roth

Die Schreiber bezeichnen sie als "Stück Scheiße", "verkiffte Bekloppte" oder empfehlen, sie mit einem Strick "an den nächsten Baum" zu hängen: Wegen etlicher Hasskommentare gegen Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) auf der Facebook-Seite der CSU-Landtagsfraktion haben die Landtags-Grünen der Partei ein Ultimatum gestellt. Sollte die CSU-Fraktion die beleidigenden Einträge nicht bis Montag (7.Dezember) 15 Uhr entfernen, werde sie Strafanzeige stellen, kündigte Grünen-Fraktionschefin Margarete Bause an. Zudem müsse CSU-Fraktionschef 

Claudia Roth, Bundestagsvizepräsidentin (Grüne)

Thomas Kreuzer sich bei Roth entschuldigen. "Die CSU-Fraktion hat eine Hassplattform eröffnet und schreitet nicht dagegen ein", kritisierte Bause.

Auslöser der Hasstiraden war eine Pressemitteilung des Freisinger Abgordneten Florian Herrmann, der auch Chef des Innenausschusses ist. Darin kritisiert er einen Auftritt Roths bei einer Demonstration gegen die AfD in Hannover. Dort waren auch Linksradikale mitgelaufen und hatten Sprüche wie „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße“ skandiert. Die Grünen-Politikerin sei mitgelaufen, obwohl sie die Parolen habe hören können. „Frau Roth trägt damit zur Radikalisierung der Gesellschaft bei und macht sich mitschuldig, wenn sich das Klima in Deutschland hochschaukelt“, schrieb Herrmann. Unter der Pressemitteilung brach darauf in der Kommentarleiste der "Shitstorm" los.

Die Grünen hatten die CSU-Fraktion schon am Freitag auf den Shitstorm aufmerksam gemacht

Die Grünen hatten die CSU-Fraktion schon am Freitag in einem Schreiben an Kreuzer auf die Kommentare aufmerksam gemacht und die Löschung verlangt. Bei den Demonstranten in Hannover habe es sich um ein "örtlich breit verankertes Bündnis" gehandelt, auch der SPD-Oberbürgermeister Stefan Schostock sei mitgelaufen. Bei Herrmanns Pressemitteilung handele es sich um eine "verkürzte Darstellung". Dessen Parteifreundin, Landtagspräsidentin Barbara Stamm, habe zudem kürzlich noch in einem "dringenden Appell" im Parlamentspräsidium dazu aufgerufen, wegen der aufgeheizten Debatten gerade in den sozialen Netzwerken, zur Mäßigung beizutragen.

Til Huber

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bericht: US-Drohnen töteten bis zu 116 Zivilisten

Washington - Für seine Drohnenpolitik wird Obama seit langem stark kritisiert. Jetzt legt seine Regierung einen lange erwarteten Bericht vor, lüftet aber nur zum Teil …
Bericht: US-Drohnen töteten bis zu 116 Zivilisten

IS bekennt sich zu Angriff auf Restaurant in Dhaka

Dhaka/Washington (dpa) - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll sich zu dem Angriff auf ein Restaurant im Diplomatenviertel der Hauptstadt von Bangladesch bekannt …
IS bekennt sich zu Angriff auf Restaurant in Dhaka

Istanbul-Ticker: Attentäter planten offenbar Geiselnahme

Istanbul - Wieder erschüttert ein Terroranschlag die türkische Metropole Istanbul. Am Dienstag richteten Selbstmordattentäter ein Blutbad am Atatürk-Flughafen an.
Istanbul-Ticker: Attentäter planten offenbar Geiselnahme

Frankfurt wird wohl nicht Standort der EU-Bankenaufsicht

Berlin - Laut Spiegel kommt Frankfurt am Main nicht als neuer Standort für die Europäische Bankenaufsicht in Frage. Die Behörde muss wegen des Brexit-Votums London …
Frankfurt wird wohl nicht Standort der EU-Bankenaufsicht

Kommentare