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Das Bild, das die Öffentlichkeit zurzeit diskutieren lässt: Rapper Bushido (l.) und Innenminister Hans-Peter Friedrich.

Opposition empört

Nach Bushido-Foto: Heftige Kritik an Friedrich

Berlin - Einen Tag, nach dem sich Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich mit Bushido fotografieren ließ, kommt nun heftiger Kritik aus der Opposition. Doch nicht nur diese zeigt sich empört.

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat sich wegen eines Fotos mit Rapper Bushido heftige Kritik eingehandelt. “Ich bin entsetzt. Ich würde mich mit so einem Typen nicht ablichten lassen“, sagte der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der “Bild“-Zeitung (Freitagausgabe). Wenn dieser Auftritt cool oder hipp sein solle, dann befänden sich die Union und der Minister auf einem bösen Holzweg. Der CSU-Politiker hatte am Dienstagabend beim Sommerfest des Wirtschaftsflügels der Unionsfraktion mit Bushido für ein Foto posiert. Der Musiker absolviert in dieser Woche ein Praktikum im Büro des CDU-Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten.

Auch in der Opposition zeigte man sich entrüstet: “Es ist eines Bundesministers unwürdig, sich für ein bisschen billige Boulevardberichterstattung mit einem frauenfeindlichen Juden- und Schwulenverachter zu verbrüdern“, sagte Volker Beck, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Bundestag, den Dortmunder “Ruhr Nachrichten“ (Donnerstag).

Bushido selbst äußerte Respekt vor deutschen Politikern. “Das ist schon ein Knochenjob“, sagte er am Donnerstag im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Seine ersten Praktikumstage hätten ihn schwer beeindruckt: “So nen Finanzausschuss, den musste erstmal überleben“, sagte der 33-Jährige. Der Rapper hatte angekündigt, sich politisch stärker engagieren zu wollen und möglicherweise eine Partei zu gründen.

dpa

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